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Rettung aus der Muckerhölle

Heimspiel-Ticker 27.02.07

::: Die Soundästhetik von Tool ohne deren Taktfrickeleien, dazu eine Stimme, als habe man am Computer die genaue Mitte zwischen Maynard James Keenan und Eddie Vedder simuliert. An sich schon ziemlich weit vorn für eine Band aus hiesigen Gefilden, aber dem ganzen setzen Geist noch eine Krone auf, de
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::: Die Soundästhetik von Tool ohne deren Taktfrickeleien, dazu eine Stimme, als habe man am Computer die genaue Mitte zwischen Maynard James Keenan und Eddie Vedder simuliert. An sich schon ziemlich weit vorn für eine Band aus hiesigen Gefilden, aber dem ganzen setzen Geist noch eine Krone auf, denn sie singen ausschließlich auf Deutsch. Dem Keenan/Vedder-Gemisch wird also noch ein ordentlicher Schuss Thomas D (zu Reflektor Falke–Zeiten) zugesetzt. Prima auch für Liebesbekümmerte.
.: www.geistreich.org :.

::: Auf 12 Pylons kommt eine Reihe Split-EPs heraus, dieses Mal mit Coney Noise und Am Yeto, die sich miteinander balgen. Rein freundschaftlich versteht sich, denn keine Band steht hinter der anderen zurück, vielmehr macht das Nebeneinander den jeweiligen Ansatz der Bands klarer. Coney Noise bauen ihre Songs wie aus Grunge-Lego, immer ein Part, fertig, nächster Part und es geht so gut wie nie zurück. Auch eine Art Noise zu definieren, auf songstruktureller Ebene. Am Yeto hingegen würden nahezu in poppige Gefilde geraten, wäre da nicht immer wieder eine sägende, atonale Gitarre, die wie irre durch die Songs marodiert.
.: www.coneynoise.com :.
.: www.amyeto.de :.

::: Was singt die Frau da? Eigentlich egal, da doch die wunderbare Stimme für sich steht und keines Textes bedarf, der transportiert wird, trotzdem klingt es merkwürdig, ein wenig wie ein Gemisch aus Französisch, Schwytzerdütsch und Fragmenten Englisch. Kristina Lindberg singt teils Schwedisch (oben beschriebenes Gemenge), teils Englisch über die Backingtracks von Clemens und Stefan Pichler und Christian Wendt. Das Ergebnis nennt sich Laine und man beschreibt es wohl am treffendsten als TripHop.
.: www.laine.at :.

::: Das Label von My Sleeping Karma heißt Elektrohasch, das nötigt einem dann doch ein Grinsen ab. Und irgendwo passt das prima zur Musik, langsamer Psychedelik-Instrumentals, die prima dazu einladen, sich in embryonaler Haltung treiben zu lassen. Eigentlich wäre das nicht gut, wenn My Sleeping Karma nicht die Kraft der Repetition kennen würden. So hört man ihrer Musik nahe Verwandtschaft zu Neu! an, und das rettet sie dann aus der Muckerhölle Psychedelic Rock, bis sie dann irgendwann doch noch loslegen und locker die Fuzzkrone holen, nebenbei, als ginge es nur darum zu zeigen, dass sie das auch können.
.: www.mysleepingkarma.eu :.

::: Ansonsten schickt eure Musik an den Heimspiel-Ticker, wir freuen uns über jede Zusendung. Euer Stand der Dinge, als MP3, CD, Weblinks oder Tapes, ganz egal in welchem Format. Was für Musik ihr auch immer macht, HipHop, Rock oder Elektronik, alles ist hier richtig. Also ab in die Post damit oder an: heimspiel@intro.de.

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