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Wer wir sind

Gordi im Steckbrief

»Wer wir sind« – der regelmäßige Steckbrief. Diesmal stellen wir euch GORDI aus Australien vor.
Geschrieben am
Herkunft Canowindra (AUS)
Genre Ein Hybrid aus Folk, Electronica und Indie-Pop
Mitglieder 1
Besondere Vorkommnisse Hat bei den Albumaufnahmen nachts eine der beiden Studiokatzen ausgesperrt – bei Minus 30 Grad. Sie überlebte glücklicherweise.
Aktuelles Album »Reservoir« (Jagjaguwar / Cargo / VÖ 25.08.17)

Gordi, was verbirgt sich hinter deinem Künstlernamen?
Es ist bloß ein Spitzname, den mein Bruder mir gegeben hat, als ich klein war. Wir wissen allerdings beide nicht mehr, wie es dazu kam. Als ich nach einem Künstlernamen suchte, dachte ich, er passt zu mir und ist dazu noch persönlich.

Du wirst sicher oft auf deine außergewöhnlich tiefe Stimme angesprochen. Erinnerst du dich an ein besonders aufrichtiges Kompliment?

Als ich noch auf der Highschool war, bekamen wir für ein Jahr einen neuen Englischlehrer. Er gab uns gleich am ersten Tag die Aufgabe, laut vor der Klasse vorzulesen. Als ich dran war, stoppte er mich nach ein paar Sekunden. Ich dachte, ich hätte etwas falsch gemacht. Aber dann stellte er sich vor mich und sagte: »Du hast wirklich eine außergewöhnliche Stimme.« Wahrscheinlich fiel es ihm auf, weil alle anderen Mädels in meiner Klasse zu dem Zeitpunkt sehr piepsige Stimmen hatten und ich mehr wie ein Junge in der Pubertät klang.

Du bist auf dem Land bei Canowindra aufgewachsen. Wer hat in diesem beschaulichen Umfeld deinen musikalischen Geschmack nachhaltig geprägt?

Den größten Einfluss hatte höchstwahrscheinlich meine Mutter auf mich. Sie hat eine große Plattensammlung von Künstlern wie Billy Joel, Carol King, James Taylor, Eva Cassidy und The Beatles und brachte mir bei, besonders auf Songtexte zu achten. Denn sie war der Überzeugung, dass gutes Songwriting alles sei.

Gibt es Vorteile, wenn man als Musikerin in einer Kleinstadt groß wird?
Sicher. Man erfährt von vielen Menschen große Unterstützung. Immer wenn ich etwas Neues herausbringe oder einen weiteren Karriereschritt mache, berichtet die Canowindra News darüber. Auch dass ich so früh Bühnenerfahrung sammeln durfte, habe ich der Tatsache zu verdanken, dass ich immer wieder gefragt wurde, ob ich nicht auftreten wolle. Nur so habe ich herausfinden können, was ich will und was ich liebe.

Gibt es einen besonderen Ort, der dich immer wieder inspiriert und wo dir das Schreiben deiner Songs leichter fällt?

Das Wohnzimmer meiner Eltern. Dort steht auch unser Klavier, gleich neben einem großen Fenster mit Blick auf unseren Garten und einen See. Jedes Mal, wenn ich dort bin, schreibe ich einen neuen Song.
Welcher der neuen Tracks ist dein Liebling?
Die Streicher-Sequenz in »Aeon« zählt zu meinen Lieblingsmomenten auf dem Album. Aber »Heaven I Know« ist definitiv mein Lieblingstrack. Ich habe lange an diesem Song gearbeitet, weil er mich auf mehreren Ebenen gefordert hat. Normalerweise bin ich besser darin Songs abzuschließen. Aber hier fiel es mir wirklich schwer. Vielleicht lag es daran, dass es der erste Song war, den ich selbst produziert habe.

Die Single »Can We Work It Out« handelt von einer kaputten Beziehung und der fehlenden Motivation, es wieder hinzubiegen. Bist du in Liebesdingen eher eine Kämpferin oder mehr die Person, die früh loslässt?
Das kommt ganz darauf an. Ich werde zumindest immer besser darin, nicht sofort das Handtuch zu werfen und schwierige Situationen auszuhalten. Ich neige dazu, mir relativ viele Gedanken zu machen. Wenn sich etwas nicht richtig anfühlt, spreche ich es an und beende die Sache im schlimmsten Fall. Das einzige Problem ist, dass man auf diese Weise auch Fehlentscheidungen treffen kann oder Dingen möglicherweise keine Chance gibt. Wie du siehst, bin ich immer noch dabei, es herauszufinden.

Was für Songs hörst du, wenn du Liebeskummer hast?
»In the Stream« von S. Carey, »Desperado« von The Eagles und »I’m Not Missing You« von Stacy Orrico.

Du bist ein großer Fan von Bon Iver. Was fasziniert dich an seiner Musik?

Nachdem ich ihn auf dem letzten Primavera live gehört habe, wurde mir klar, dass mir noch nie ein Album so viel bedeutet hat wie »22, A Million«. Ich habe diese Platte im letzten Jahr bestimmt mehr als 100 Mal gehört. Was mich aber am meisten an ihm beeindruckt, ist sein spürbarer Antrieb mit jedem Track etwas Neues hervorzubringen. Sicher werden die Künstler, die ich mag, meine Musik immer beeinflussen, aber er hat es geschafft, meinen Fokus zu verrücken und in mir den Wunsch zu wecken, ebenso einzigartige Musik zu machen.

Gordi

Reservoir

Release: 25.08.2017

℗ 2017 Jagjaguwar

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