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So war’s in Leipzig: Four men left to go

Gisbert zu Knyphausen + Kid Kopphausen Band live

Dem Tod von Singer-Songwriter Nils Koppruch 2012 war für die Musiker, die gerade erst ein gemeinsames Musikzieren als Kid Kopphausen begonnen hatten ein unfassbarer Schock, aber nicht das Ende der Musik. Ihr Auftritt in Leipzig bekräftigt, dass Nils Koppruch immer noch Freunde hat, durch die er weiterlebt.
Geschrieben am

16.07.2014, Leipzig, NATO Leipzig

»Es ist offensichtlich, dass wir Nils vermissen«. Aus dem Publikum ein »Jaa« aus knapp 200 Mündern. So kommen Gisbert zu Knyphausen, Felix Weigt, Marcus Schneider und Alexander Jezdinsky auf die Bühne der ausverkauften NATO. »Aber wir hatten Lust, noch mal so auf die Bühne zu gehen. oder wie Monty Python gesagt haben: Four men left to go«.

 

Damit hat der Abend einen Titel bekommen: Nils Koppruch ist die Figur, die den Abend begleitet aber nicht dominiert. Er hat ein gewaltiges Erbe hinterlassen und die Kopphausen Band führt es weiter in den heutigen Abend. Es ist nicht alles Nils, was gespielt wird. Aber viel. Auch viel Kid Kopphausen ist dabei, »Haus voller Lerchen« zum Beispiel. Es ist das erste Lied und nach der Einstiegs-Ansage muss die Kopphausen Band beweisen, dass sie Lust hat zu spielen. Macht sie. Deswegen geht es noch druckvoller weiter mit »Hier bin ich«.

 

Dann kommt die Ansage, die nirgendwo so gut funktioniert wie in Leipzig: »Und mit dem nächsten Lied wollen wir den Prinzen Konkurrenz machen«. »Du bist doch eh schon Millionär«, kommt es aus dem Publikum zurück. Da haben Marcus und Felix schon zum a capella Background-Gesang  von »Schon so lang« angesetzt.

 

Das Ironischste an dem Abend bleibt trotzdem der Aufkleber »Musik ist Scheiße« auf Gisberts Gitarre. Denn ansonsten versuchen die Vier mit eben solchen kleinen Witzen, das Konzert nicht allzu sehr zur Gedenkfeier werden zu lassen. Als Marcus zum Beispiel seine Effekte einstellen will, braucht er Licht. Gisbert erzählt derweil, dass das Goethes letzte Worte waren: »Mehr Licht«. Besonders bei den Liedern von Kid Kopphausen, bei denen Nils Koppruch beteiligt war (z.B. »Meine Schwester«), ist das Tanzen betont unbeschwert. Die echte Ungezwungenheit gibt’s aber nur bei Gisberts eigenen Liedern wie »Kräne« oder »Erwischt«, die schön ins Programm gemischt sind. Auch die Coverversion »Ramblin’ Man« von Hank Williams lockern den Anlass auf, und da das Publikum jedes Lied abtanzt und mitfeiert, – sofern das in der dichtgedrängten NATO geht – hängt der Tod von Nils Koppruch letztendlich doch nicht zentnerschwer über dem Abend. Er schwebt als lebhafte Erinnerung an einen tollen Künstler über der Bühne und dem Publikum.

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