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»Fatal Schwach«

Friends Of Gas

Rhythmischer, minimalistischer Aufruhr aus München: Friends Of Gas nehmen mit textlich kluger und erfreulich intensiver Kunstgewalt den Pop-Schein des Alltags in den Schwitzkasten.
Geschrieben am
Es darf als charmante Stil-Dekonstruktion gedeutet werden, wenn Nina Walser im Song »Teeth« in der repetierten Zeile »I don’t need my teeth« den englischen »th«-Laut manisch schreiend in ein scharfes deutsches »s« entgleiten lässt. Schließlich sind die durchaus wortgewaltigen Texte ihrer Band Friends Of Gas doch eh meist auf Deutsch gesungen. Antihaltung und Intensität müssen sich eben nicht zwingend auf grollende Slo-Mo-Gitarren und verzerrte Bässe beschränken. Die Wirksamkeit dieses bedrohlichen Debütalbums erinnert oft an die Veröffentlichungen des legendären Hausmusik-Labels aus Weilheim (Village Of Savoonga, Fred Is Dead) und manchmal an den genialen Größenwahn von Patrick Wagners Band Surrogat. Mantrahafte Spulen aus dissonanten Klängen kämpfen gegen Walsers kehligen Schrei-Minimalismus, reduziert, verkürzt und trotz aller Diskurs-Verunglimpfungen näher an der Neuen Deutschen Welle als all das, worauf die Presse diesen Stempel in den letzten Jahren gedrückt hat. Postpunk für depressive Schlauköpfe, die dem klischeehaften Terrarium der bunten Warenwelt mal wieder einen Glasschlag wünschen.

Staatsakt (Universal Music)

Fatal schwach

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