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»Wer wir sind«

FELIDAE TRICK im Steckbrief

»Wer wir sind« - der regelmäßige Steckbrief. Dieses Mal mit Indie Rock und New Wave aus Tel Aviv und Berlin.
Geschrieben am
Herkunft Tel Aviv / Berlin 
Genre Indie Rock / New Wave 
Mitglieder 4 
Besondere Vorkommnisse 
Omer Lichtenstein gründete Felidae Trick in Tel Aviv, zog nach Berlin und besetzte die Band dort noch einmal neu. Er studierte klassisches Klavier und brachte orientalische Einflüsse aus Israel mit. Seine Band hat unter anderem Wurzeln in Griechenland, Ungarn, Österreich und Ägypten. Produziert wurde das Album von Peter Walsh, unter anderem verantwortlich für Peter-Gabriel-Alben. 
Aktuelles Album »Patrimony« (Lichtenstein / Membran)

Wie habt ihr euch als Band gefunden? 
Angefangen hat alles 2011 in Tel Aviv. Nach einem Jahr haben wir eine Tour in Deutschland gespielt und dabei einen Promoter kennengelernt. Kurze Zeit später habe ich dann beschlossen, nach Deutschland zu ziehen, um die Entwicklungen dort besser mitzubekommen. Unser Drummer ist schließlich mit mir umgezogen, und so mussten wir zu zweit eine neue Band in Berlin finden.  

Was sind die Vor- und Nachteile, in einer Band zu spielen, bei der jeder aus einem anderen Kulturkreis stammt? 
Am Anfang war es sehr erfrischend, nachdem ich zuvor ausschließlich mit Musikern aus Tel Aviv zusammen gearbeitet hatte. Wir Musiker aus Tel Aviv nennen die Szene dort »The Swamp«, denn jeder kennt jeden. Der komplette Prozess wird viel interessanter, wenn man mit Musikern aus anderen Kulturen zusammenarbeitet. Auf der anderen Seite gibt es aber auch immer eine Sprachbarriere. In der Musik ist das aber egal.  

Man bemerkt eure Einflüsse von Bands wie den Beatles, den Smiths oder Arctic Monkeys. Ganz schön britisch für so eine multikulturelle Band. Welche unhörbaren Einflüsse gibt es noch? 
Der britische Pop-Rock-Einfluss ist definitiv universal. Das ist einer von vielen Stilen, mit denen wir aufgewachsen sind. Eigentlich ein sehr bewusster und prominenter Einfluss. Es gibt aber auch versteckte Einflüsse, die mir viel wichtiger sind. Die kulturellen Hintergründe der Band unterscheiden sich sehr. Jedes Bandmitglied produziert seinen ganz eigenen Sound. Gerade live fällt das auf. Bei mir ist es zum Beispiel die orientalisch angehauchte Stimme im Gegensatz zu dem groovy Bandsound. Oder das Piano – ich fühle mich am Klavier immer noch am wohlsten. Das war das erste Musikinstrument, das ich als Kind gelernt habe.
Euer erstes »Bandalbum« habt ihr in Berlin aufgenommen, daraufhin seid ihr auch nach Berlin gezogen. Wann war euch klar, dass das der nächste Schritt wird? 
Das war eher ein Prozess als ein Moment. Als wir die erste Single »She Goes Away« in Deutschland herausbrachten, nachdem wir andauernd zwischen London, Berlin und Tel Aviv mit Peter Walsh gependelt waren, wurde mir und meinem Partner schnell klar, dass wir es wirklich mögen, in Berlin zu arbeiten. Mit anderen Worten: Berlin ist unsere »Hood« geworden. Ich habe gar nicht so bewusst nach einer neuen Stadt für die Band gesucht. Vielleicht hatte es auch etwas mit meinem jüdischen Hintergrund zu tun. 

Stellt euch vor, ihr müsstet mit der Band erneut die Stadt wechseln. Wo würde es dieses Mal hingehen, und wie würde das klingen? 
Manchmal denke ich darüber nach, wie es wäre, in London oder New York zu leben. Bis jetzt spricht mich London aber mehr an. Es ist schwer zu sagen, wie das unseren Sound beeinflussen würde, aber ich glaube, wir wären dann mehr rocky, hätten ein bisschen mehr Live-Attitude. Das ist allgemein eine Richtung, die wir gerne erreichen wollen. 

»You In Front« klingt wie ein entspannter Indie-Song, anderes wie »Spread Feathers« eher nach einer Dark-Wave-Band. Wieso dieses Wave-Indie-Goth-Splitting, und woher kommt es? 
Bingo! Eigentlich ist das genau der Weg, den ich gegangen bin. Mein Onkel hat mir immer das ganze Zeug aus den 60ern vorgespielt, während mir mein cooler Nachbar das ganze Undergroundzeug von Punk bis Wave gezeigt hat, als ich fünf Jahre alt war. Er war mein persönlicher DJ-Babysitter. Das ist alles passiert, als ich schon mit meinen Klavierstunden angefangen hatte. Genau so entstand das Rezept für das »You In Front«-vs-»Spread Feathers«-Battle. »You In Front« hat diese Beatles-Melodie mit Indie-Sound, und »Spread Feathers« geht in Richtung Goth-Punk mit eher unentspannten Rock-Attitüden. Es gibt aber nicht immer einen so krassen Split. Diese Einflüsse finden sich in jedem Song, genauso wie die orientalischen.

Felidae Trick

Patrimony

Release: 21.03.2014

℗ 2014 Lichtenstein Music Ltd.

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