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»The Spark«

Enter Shikari

Mit »The Spark« gelingt es Enter Shikari ein weiteres Mal, trotz Kackmusik zu faszinieren.
Geschrieben am
Zwischen Hymne und Humbug bestehen nur die furchtlosesten und visionärsten Künstler. Jene, denen ihr innerer Drang zur schöpferischen Weltaneignung wichtiger ist als die Anerkennung einer kritischen Öffentlichkeit. Oder eben solche, die nun wirklich gar nix mehr merken, sich dabei wie ein furchtbarer und dabei wunderschön anzusehender Unfall in die Herzen eines Millionenpublikums spielen und fortan konsequent ihren Klimbim durchziehen, solange das Klatschvieh fleißig konsumiert. Enter Shikari sind irgendwo dazwischen zu verorten, denn es ist kaum vorstellbar, dass man sich zumindest live mit einer solchen Intensität in die eigene Musik wirft, wenn man nicht komplett von der Großartigkeit des eigenen Schaffens überzeugt ist. Und zugleich mag man nur ungern glauben, dass sich irgendwer einen solch hanebüchenen Quark ausdenkt und fest davon überzeugt ist, die Welt bedürfe genau dessen.

Aber die Welt brauchte ja auch irgendwann mal Modern Talking, Fanta Mango, Hawaii Toast und ähnliche Grausamkeiten, also sollte man nicht so streng urteilen. Andererseits sollte man Kackmusik auch mal als Kackmusik bezeichnen dürfen, und »The Spark« ist eben genau dies, nämlich Kackmusik. Und wie es sich für anständige Kackmusik gehört, macht der Murks zwischen Billig-Kirmes-Beats, verpupter Öddel-Elektronik, Plüsch-Pop aus der untersten Schmalzschublade des Harmlosigkeitsgiftkoffers und den stumpfesten Metalcore-Bölkparts dies- und jenseits des erschlossenen Universums verdammt süchtig. Ja, Enter Shikari sind neuerdings ganz ernsthaft unterwegs, blicken betroffen auf die politische Weltlage und haben all ihren Kummer in Alarmmusik gegossen, die genauso belanglos und doof klingt wie immer. Und so haben sie wieder ein Album erschaffen, das man hassen will und auch mit Genuss und Feuer hassen kann. Ein Album aber auch, das eine fast schon eklige Faszination ausübt. Kackmusik? Oh ja und wie. Aber eben auch aus Versehen geil. 

Enter Shikari

The Spark

Release: 22.09.2017

℗ 2017 Enter Shikari

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