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Method-Actor

Enik

Gegenfrage: "Wenn man offen in die Welt schaut, ist man dann naiv?" Enik hält nicht viel von bequemem Denken, vom Vermischen von Begrifflichkeiten, das bloß blöden Klischees gehorcht. Und er hat Recht damit, den Interviewer mit seinen knappen Einwürfen auf solche Bequemlichkeiten hinzuweisen, denn E
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Gegenfrage: "Wenn man offen in die Welt schaut, ist man dann naiv?" Enik hält nicht viel von bequemem Denken, vom Vermischen von Begrifflichkeiten, das bloß blöden Klischees gehorcht. Und er hat Recht damit, den Interviewer mit seinen knappen Einwürfen auf solche Bequemlichkeiten hinzuweisen, denn Eniks Musik ist immer offen für alles, naiv aber ist sie nie. Viel eher abgründig, tief schürfend, expressiv bis knapp an die Grenze eines emotionalen Kollaps'. Erstes Aufsehen erregte der junge Münchener mit der unverkennbar räudigen Stimme als Sänger auf Funkstörungs "Disconnected"-Album, parallel dazu veröffentlichte er im Jahr 2004 eine eigene EP. Sein erstes Album werden nun viele hassen und viele lieben - faszinieren wird "The Seasons In Between" durch seine Widerborstigkeit und Wirkungsmacht auf jeden Fall. Enik gelingt das Kunststück, seine Gitarre-Elektro-Pop-Jazz-Bastarde in eine ausgefeilt zerfranste Form zu bringen und dabei doch spontan zu bleiben. Die Worte Unberechenbarkeit, Unmittelbarkeit, Verrücktheit sind vermutlich alle irgendwo auf seinen Körper tätowiert, und wenn nicht, dann eben auf seine Künstlerseele. "Ich bemerke an mir schon eine gewisse Sucht, speziell zu klingen, teilweise in einem verbissenen Maße, aber gleichzeitig ist das auch verbunden mit so einer Leichtigkeit." Musik funktioniert für Enik wie ein Theaterstück, ohne Inszenierung keine Platte: "Meine Songs sind im Prinzip Erlebtes reflektiert und inszeniert. Aber es sind schon ganz essenzielle authentische Gefühle, die ich da widerspiegle." Keine Frage: Enik ist ein begnadeter Method-Actor im eigenen Leben.

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