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The Seasons In Between

Enik

Für Stil-Puristen ist das die Hölle: Kein Stück gleicht dem anderen, nichts wird hier durchgehalten. Klassik-Fetzen und Ethno-Pop, Lo-Fi-Folk, HipHop und Fake-Metal jagen durcheinander, im befremdlichen Mix noch von Eniks Stimme verstärkt, die sich auf alles einlassen kann, sich mal geschmeidig wie
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Für Stil-Puristen ist das die Hölle: Kein Stück gleicht dem anderen, nichts wird hier durchgehalten. Klassik-Fetzen und Ethno-Pop, Lo-Fi-Folk, HipHop und Fake-Metal jagen durcheinander, im befremdlichen Mix noch von Eniks Stimme verstärkt, die sich auf alles einlassen kann, sich mal geschmeidig wie Brian Wilson, mal überinszeniert wie Mike Patton anhört. Enik aus München, einst die Entdeckung von Funkstörung, auf deren Album \"Disconnected\" seine Stimme erstmals zu hören war, schreckt vor keiner noch so absurd anmutenden Kombination zurück. Dieses Prinzip Hybridität hat der charmante Nerd mit Anticon-Künstlern wie cLOUDDEAD und Why? gemeinsam, alleine, dass Enik gerne auch mal Bombast ins Spiel bringt. Das Ergebnis ist oft ambivalent. Muss man sich wirklich des ganzen Repertoires bedienen, das die Popgeschichte hinterlassen hat? Ist Ausklammern nicht in manchen Fällen eine Frage der Diskretion? Muss immer alles gleich überwältigend durchdacht wirken und ambitioniert nach dem großen Wurf klingen? Brauchen wir überhaupt Stücke, die sich anhören, als wollte hier jemand Prince, Faith No More und Peter Gabriel miteinander verzahnen? Eniks Ansatz ist nachvollziehbar, doch an manchen Stellen will er einfach zu viel auf einmal.

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