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Chicago

Efdemin

„Chicago“ ist eine Hommage an die afroamerikanische Musikhistorie der Stadt am Michigansee und reicht dabei weit über House hinaus.
Geschrieben am
„Chicago“ ist eine Hommage an die afroamerikanische Musikhistorie der Stadt am Michigansee und reicht dabei weit über House hinaus.

Wer aufgrund des plakativen Titels von Efdemins Zweitwerk eine Ansammlung von Jackhousekrachern erwartet, könnte sich enttäuscht sehen. Auch wenn sich viele aktuelle Produzenten wieder vermehrt an den frühen, von Handclaps und eingängigen Pianoakkorden dominierten Chicagoer House-Produktionen orientieren mögen, will Phillip Sollmann seine Platte zwar als Hommage an die afroamerikanische Musikhistorie der Stadt am Michigansee verstanden wissen, doch die ist eben nicht nur durch Larry Heard, Frankie Knuckles und Konsorten geprägt, sondern ebenso von radikalen Jazz-Experimentalisten wie Sun Ra und Art Ensemble Of Chicago oder dem frühen R’n’B von Chess Records.

Sollmanns Annäherung an Jazz erschöpft sich nicht in Trompetensamples, der Berliner versucht sich vielmehr vorzustellen, wie diese Musik mit den Produktionsmöglichkeiten moderner elektronischer Tanzmusik klingen könnte. Genreuntypische Instrumente wie Cello oder Zither werden integriert, anstelle von Gesang tauchen immer wieder rauschende Vocalschnipsel aus alten Filmen und Platten auf. Sollmann bewegt sich somit eher in der House-Tradition Detroits und verbeugt sich auch mehrfach vor Theo Parrish und Kenny Dixon Jr. Den besten Track „There Will Be Singing“ kann man neben Moodymanns Überhit „I Can’t Kick This Feeling When It Hits“ auf den Plattenteller legen, achten Sie auf den Basslauf.

In drei Worten: Michigan / Verrauscht / Jazztech

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