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»Garden Of Ashes«

Duke Garwood

Nur ein Jahr nach seiner letzten Platte »Heavy Love« kehrt Duke Garwood mit »Garden Of Ashes« zurück und zeigt, wie sehnsüchtig-schön sich Blues anno 2017 anhören kann. Nur leider schleicht sich viel zu schnell eine entzaubernde Monotonie ein.
Geschrieben am
Duke Garwood selbst sagt über sein neues, sechstes Studioalbum »Garden Of Ashes«, dass es »beautiful apocalypse love music« sei – und trifft damit so ziemlich den Punkt. Schnell wecken bereits die Klänge des Openers »Coldblooded« Assoziationen vom apokalyptischen Wasteland, in dem nichts mehr lebt außer dem allgegenwärtigen Blues Garwoods, der sich zu einem letzten Liebeslied an das erhebt, was die Welt einmal ausgemacht hat. Dezent und stilsicher erklingen Gitarre und Percussions, im zweiten Song »Sonny Boogie« erhebt sich dazu ein hypnotischer Chor – und über alles legt sich die markante baritonlastige Stimme Garwoods, die es sich irgendwo in den morbidesten Gefilden zwischen Nick Cave und Bill Callahan gemütlich gemacht hat. »Garden Of Ashes« scheint die Apokalypse in diesem Moment wie einen Garten Eden aussehen zu lassen. Doch im Laufe der elf Songs stellt sich nach und nach die Gewissheit ein, dass die Musik kein Allheilmittel ist, sondern nur die schöne Begleitmusik zum Ende der Welt. Spätestens zur Hälfte hat sich eine Monotonie breitgemacht, die nicht mehr positiv-hypnotisch, sondern vielmehr erdrückend wirkt: Man merkt, wie die Gedanken sich wieder der eigentlichen Umwelt zuwenden und Garwoods allgegenwärtiger Sound im Hintergrund verschwindet. Damit verbleibt »Garden Of Ashes« als gutes, in seinen besten Momenten sogar großartiges Blues-Album – bei dem man jedoch am besten zur Halbzeit den Pause-Knopf drückt und am nächsten Tag weiterhört, damit sich die drückende Monotonie gar nicht erst einschleichen und den Hörgenuss verderben kann.

Duke Garwood

Garden of Ashes

Release: 03.02.2017

℗ 2016 Heavenly Recordings under exclusive licence to [PIAS]

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