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Stromundgitarre Folge 1

Diverse

Mixtapes: Als man noch nicht mit drei Klicks ganze Doppelalben zusammenstellen konnte, befasste man sich in stundenlanger Kleinstarbeit mit den Stop-, Record- und Pausetasten des Tape-Decks, um das ganz persönliche Best-of- bzw. State-of-my-art-Tape zu erstellen. Hingebungsvoll wurden Zeitungen nach
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Mixtapes: Als man noch nicht mit drei Klicks ganze Doppelalben zusammenstellen konnte, befasste man sich in stundenlanger Kleinstarbeit mit den Stop-, Record- und Pausetasten des Tape-Decks, um das ganz persönliche Best-of- bzw. State-of-my-art-Tape zu erstellen. Hingebungsvoll wurden Zeitungen nach geeigneten Schnipseln zur Covergestaltung durchforstet und mühevoll ein Name erdacht, der das Kompilierte zusammenfasst. Das Berliner Label Reptiphon lässt den Traum vom perfekten Sampler mit der "Stromundgitarre"-Reihe wieder aufleben. Auch im Intro-Forum wurde vor einigen Monaten dazu aufgerufen, Vorschläge abzuliefern, und siehe da: Viele der Namen, die im Forumsthread auftauchen, sind auch auf "Stromundgitarre Folge 1" zu finden, z. B. Cloudberry aus Frankfurt oder die Kölner Decorder. Die süddeutschen Monta, jenes Nebenprojekt von Miles-Sänger Tobias Kuhn, sind mit einem bisher unveröffentlichten Track vertreten. Tchi und Locas In Love vom Berlin/Hamburger Kontraphon-Label, das seit einigen Jahren mit einem ähnlichen Compilation-Konzept zwischen Lo-Fi-Pop und Schrammel-Elektronik aufhorchen lässt, sind ebenso wie die Ex-Hamburger Gallionsfiguren Tilman Rossmy und Kettcar dabei. Doch nicht nur vor der eigenen Haustür, sondern auch in nördlicheren Gefilden wurde gesucht und aufgestöbert, denn auch die 60s-Beat-Anhänger von Cartridge aus Dänemark, The Legends (im Remix) und Sambassadeur aus der schwedischen Gitarren-Pop-Hitfabrik Labrador Records wurden verpflichtet. Insgesamt 23 Songs von renommierten Acts und Acts, denen noch einiges Renommee ins Haus steht. Bemerkenswert ist, dass, egal ob skandinavischer kandierter Pop, Weilheim'sche Knarz-Sounds oder Hamburger-Schule-Reminiszenzen, der Grundtenor gleich bleibt: larmoyant und doch nicht ohne Tatendrang, zwischen Mittzwanziger-Resignation und Lebenserkenntnis-Lyrik. Fühlt sich an, wie morgens feststellen, dass man zum wiederholten Mal den Schlüssel von außen in der Wohnungstür stecken gelassen hat. Sollte man sich Gedanken machen? Wozu? Ist doch eigentlich alles auf dem Weg. Passt doch alles in die kleine Verpackung, auf der in Wasserfarbe-Lettern "Indie-Pop" steht. Alles wunderbar unperfekt und harmonisch zugleich. Auf die Frage im Thread, was denn "Indie-Pop" überhaupt sei, kam die Antwort von einem der "Stromundgitarre"-Macher: "... wenige Harmonien in als angenehm empfundenen Abfolgen, eingängige Melodien, die oft auf der Pentatonik beruhen, oft simple, durchgehende Rhythmen (...) und dann noch schnell ein Independent davor gebastelt." So einfach ist das, und so facettenreich und bunt.

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