×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

Intro Die Woche

Jetzt für den Newsletter anmelden

*
*
*
. .
×

»Aber die Landschaft«

Die Sonne

Die Sonne? Scheint wie ein schlechter Witz. Denn die Menschen unter ihr sind größenwahnsinnig und einsam. Zumindest, wenn es nach dem zweiten Album der Kölner geht.
Geschrieben am
Abgesehen davon, dass Oliver Minck und Benedikt Filleböck ihren Wolke-Kammerpop ins Bandformat ausgedehnt haben und inzwischen Die Sonne heißen, hat sich im Duktus der Kölner eigentlich wenig verändert. Die Melancholie, die Scharfzüngigkeit im Spiel mit dem Schlagerhaften: All das ist noch da, präsentiert sich nur in einem größeren akustischen Gewand. »Aber die Landschaft«, das zweite Werk unter dem Namen Die Sonne, handelt im Wesentlichen vom Größenwahn der Existenz des Einzelnen, der stetig nach mehr, teurer und gigantischer strebt, nur um sich selbst dabei zu vergessen und in der Vereinzelung zu verschwinden.

So sind »Denn alles was mir bleibt ist Unzufriedenheit« oder »Stillstand ist der Anfang deines Abstiegs in die Bedeutungslosigkeit« Kernsätze dieser recht düsteren Bestandsaufnahme. Die Rettung liegt in beißender Ironie (demnach liegt die Gegenthese in der Selbstaufgabe, »Ich leiste mir keine Träume, ich will nur noch die nackte Realität«) und 1980er-referenziellem Prefab-Sprout-Seidenpop. Mit einer Ausnahme: »NRW« ist der größte Rock-Song, den diese Band je aufgenommen hat.

Die Sonne

Aber die Landschaft

Release: 03.11.2017

℗ 2017 Tumbleweed Records

Folgt uns auf

  • folgen
    mehr
  • Playlists
    mehr
  • Abos
    mehr
  • folgen
    mehr