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»Die Sonne«

Die Sonne

Das Kölner Duo Wolke verdankt seinen Indie-Claim-To-Fame ja vor allem der Reduktion, der obszönen Verkleinerung. Zwei-Personen-Band?
Geschrieben am

Wo hatte man denn so was jenseits von Electro-Acts und den Abstürzenden Brieftauben überhaupt je gesehen? Unter drei (Nirvana) geht eigentlich nichts, außer man macht Nische und/oder ist so unsympathisch, dass man nicht mal drei im eigenen Namen versammelt bekommt. Das ist alles Fakt, was ich hier schreibe. Das ganze Musikbiz hält sich sklavisch an solche Regeln. Ausgenommen eben Wolke, also Filleböck und Minck. Die entnagten dem bitteren Salzleckstein Köln-Pop eben gerade zu zweit ein paar der besten Stücke der letzten Dekade. Doch nach vier Alben muss nun der Gegenentwurf zur hermetischen Powerzelle her.

 

Der lautet folgerichtig: Sonne statt Wolke, Leute statt kaum Leute und Musik erspielen, statt sich Musik auszudenken. Hallo Schulte, Rogowski und Münchow. Ungewöhnliche Klänge mit viel vertrautem Flair sind das Ergebnis. In die sehnsuchtsvolle, stets popaffine Kulisse drückt sich deutlich nun auch Jammen, ja, Muckern hinein – in vernünftigen Dosen, versteht sich. Das hier ist Wolkes Krautpop-, Pink-Floyd- und Faust-Alter-Ego. Man merkt allen den Spaß an der neuen Bandkonstellation an, man bekommt die neuen Möglichkeiten aufgezeigt – und doch wirkt das Projekt wie ein alter Freund. Thekenerfahrung! Und Sänger Oliver Minck ist wohl der Einzige, bei dem ein latent passiv-aggressiver Duktus zur einnehmenden Kunstform und nicht zur Distanz gereicht.

 

In drei Worten: Sonne / Wolke / Salz

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