×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

Intro Die Woche

Jetzt für den Newsletter anmelden

*
*
*
. .
×

So war’s in Leipzig: Mitternacht. Geschafft.

Die Höchste Eisenbahn live

Die Höchste Eisenbahn spielen ihr Album und lassen am Ende noch den Saum aus dem Abend, was ihnen wohl der sportliche Ehrgeiz gebietet.
Geschrieben am

12.02.2014, Leipzig, NATO

 

Es sind viele Leute da, die aber nicht tanzen oder feiern. Der Abend beginnt zaghaft. Sie lauschen. Wie Eisenbahn-Sänger Francesco Wilking es später sagen wird: »Es ist immer schwierig, wenn man gute Laune hat, aber traurige Lieder spielen muss«. Dann spielen sie »Blaue Augen« und plötzlich wird einem bewusst, dass sie für fast alle der bisher gespielten Lieder die Besetzung gewechselt haben: In dieser Band kann echt jeder alles spielen. Und da sind sie auch professionell – jeder weiß, wo er bei welchem Lied hingehört. Es braucht keine Setlist. Die ist im Kopf. Deswegen kommt nach dem vierten oder fünften Lied die Vorstellung – mit »Egal wohin« und dem Intro »’allo, das ist die ’öchste Eisenbahn«. Ein Schunkler vor dem Herrn. Und der nächste kommt gleich darauf mit »Was machst Du dann«. Lieder über Gerichtsvollzieher und entfallene Namen fallen bei den LeipzigerInnen auf fruchtbaren Boden und sie singen unaufgefordert den Refrain mit »Was machst Du dann?«

Da es das erste Album ist, stehen die Höchste Eisenbahn nach einer Stunde da und haben das Album durchgespielt. Klar kommen sie noch für eine Zugabe wieder. Nach einem Blick auf die Uhr – »Boah, es ist ja noch so früh« kommt der Vorschlag zur Güte: »Macht es Euch was aus, wenn wir noch ein bisschen rumdaddeln, damit wir es wenigstens bis 12 Uhr schaffen. Oder wann geht die letzte Bahn?«. Es folgt eine minutenlange Improvisation, aus der sich irgendwann »Die Uhren am Bahnhof schält«. So wie es aus der Improvisation gekommen ist, versinkt es wieder in einem sanftem Summen aus den Mündern des Publikums. Mit dem Summen verstummt nach Minuten auch der Abend. Es ist tatsächlich noch Mitternacht geworden.

Folgt uns auf

  • folgen
    mehr
  • Playlists
    mehr
  • Abos
    mehr
  • folgen
    mehr