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»Heinz«

Die Aeronauten

Die bodenständig rockende Seite der Schweiz-Hamburger-Schule zeigt sich 20 Jahre später vitaler gealtert als viele Genre-Genossen.
Geschrieben am
Zu Beginn ihrer Karriere, Mitte der 1990er, waren die Aeronauten so etwas wie die rumpeligen Sidekicks der eleganten L’Age-D’Or-Szene, also von Tocotronic und den Sternen, ergo: der sogenannten Hamburger Schule. Warum eigentlich nur Sidekicks? Vielleicht, weil ihre Musik und vor allem die Texte ein wenig zu nahbar waren, nicht sehnsüchtig genug, und vor allem durchsetzt von einem Humor, der keine Scheu vor Bodenständigkeit hatte. In den Jahrzehnten danach tourten die Schweizer immer wieder durch die Lande, sie spielten kraftvolle Shows und veröffentlichten neue Musik, hatten Fans, aber nie Massen davon. Bedingungslose Ambition lag ihnen fern, Stippvisiten in andere Stile und Kunst waren wichtiger, und davon ist auch »Heinz« gekennzeichnet.

Das Album hangelt sich von Funk und Brass über Garage-Rock’n’Roll zu Disco, es ist schlau, und es transportiert eine zu oft vermisste Haltung, aber es entfernt sich nie zu weit vom heutzutage fast verstörend analogen Aeronauten-Stil, der einst die Hamburger genauso einfing wie die Linken und die Rocker. »Same procedure as every year«, könnte man meinen, aber »Heinz« und sein bei Iggy Pops »The Passenger« geliehener Hit »Ottos kleine Hardcore Band« sind sicher mehr. Vielleicht sogar so gut, um alle verflossenen Fans wieder für diese Band zu begeistern. Sie müssen nur eins tun: endlich mal wieder zuhören.
Die Aeronauten »Heinz«  (Rookie / Cargo / VÖ 23.10.15)

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