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In And Out Love

Brideshead

Ob die TV-Verfilmung von Evelyn Waughs Roman “Brideshead Revisited” 1980 die Rehabilitierung von Zopfpullovern, Knickerbockern und Hosenträgern maßgeblich förderte, vermag ich nicht zu beurteilen. Dass aber das Aroma von Waughs mit Wein und frischer Landluft gedecktem Festmahl süßer Schm
Geschrieben am

Autor: Müller

Ob die TV-Verfilmung von Evelyn Waughs Roman “Brideshead Revisited” 1980 die Rehabilitierung von Zopfpullovern, Knickerbockern und Hosenträgern maßgeblich förderte, vermag ich nicht zu beurteilen. Dass aber das Aroma von Waughs mit Wein und frischer Landluft gedecktem Festmahl süßer Schmerzen noch über den Hecken hing, als Orange Juice und Haircut 100 mit typisch insulärem Gitarrenpop verzauberten, glaube ich gern. Wiederhören mit Brideshead, das heißt hier und heute, dem gleichnamigen Quartett aus der Mainz-Wiesbadener Parklandschaft die Aufmerksamkeit zu schenken, die es zweifelsohne schon dadurch verdient hat, wie es seit fast zehn Jahren konsequent, stilsicher und inspiriert dem ewig fundamentalen Widerspruch von Drei-Minuten-Pop-Songs und unendlicher Verlängerung des euphorischen Moments trotzt. Aufnahmen von 1997 bis 2000 finden sich auf “In And Out Love” (sic?), neue Songs und die letzten Singles und EPs. Wobei der Begriff “neu” hier natürlich nicht der Regel herkömmlicher Halbwertzeit unterworfen ist. Das Universum ist rund, gefüllt mit jangly Gitarren, melodisch-melancholischem Gesang, und so nostalgisch dies alles angelegt sein mag und die Kompositions- und Arrangementstrukturen die Songs in ihrer Masse zu nivellieren scheinen, so ist jedes einzelne Stück eine kleine Perle und quillt hier Lebensart aus jedem Tönchen.

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