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»Wir sind keine besonders produktive Band.«

Blonde Redhead im Gespräch

Seit fast einem Vierteljahrhundert gibt es diese Band bereits. Blonde Redhead gelten als Wegbereiter des Dream Pop, auch wenn Gitarrist Simone Pace nicht wirklich viel von einschränkenden Genre-Begriffen hält, wie er im Interview anlässlich der neuen EP »3 O’Clock« verriet.
Geschrieben am
2016 habt ihr eine Box mit frühen Aufnahmen veröffentlicht und eine Reihe von Konzerten gespielt, deren Setlist sich schwerpunktmäßig dem 2004er Album »Misery Is A Butterfly« widmete. Warum habt ihr euch dazu entschieden, dem alten Material einen neuen Besuch abzustatten? Wie hat sich der Trip in die Vergangenheit angefühlt?
Was die Box angeht, so wollten wir, dass sie nicht verloren gehen und das Label hätte mit den Aufnahmen nichts mehr angestellt. Glücklicherweise konnten wir sie zurückkaufen und zusammen mit dem Label Numero Group neu rauszubringen. »Misery« mit einem Streicher-Ensemble zu spielen, ist eine wundervolle Erfahrung und es war ein absoluter Traum, dass wir es zusammen mit Eyvind Kang und dem ACME Ensemble umsetzen konnten. Ich persönlich komme mit den Anfängen unserer Band ebenso klar, wie mit den einzelnen Phasen unseres musikalischen Lebens insgesamt. Es gibt nichts zu bedauern, daher war der Trip in die Vergangenheit möglich.

Die neue EP »3 O’Clock« soll aus Liedern bestehen, die ihr in eurer Sammlung gefunden habt. Wie war es, mit diesen wiedergefundenen Stücken zu arbeiten?
Wir waren entspannter und lockerer, als wir uns an die Aufnahmen dieser Songs machten, eine vollkommen andere Erfahrung, als wenn wir für ein Album ins Studio gehen. Der Druck war minimal. »Give Give« ist ein verschollenes Lied aus der Zeit von »Penny Sparkle« (2010), das wir wiederfanden. Das war eine große Überraschung, aber das wirklich Erfrischende waren der Songwriting-Prozess und die tatsächlichen Aufnahmen. Es war einfach intimer. Zudem war es etwas sehr Besonderes für uns, dass Mauro Refosco (Atoms For Peace) die Percussions ergänzte.

Gibt es in eurer Sammlung viele unveröffentlichte Stücke oder halbfertige Ideen?
Es gibt viele Ideen, aber keine unveröffentlichten Lieder. Wir sind keine besonders produktive Band und betonen daher fast immer, dass wir nie genug Stücke für ein Album haben. Da bleibt also nicht viel auf der Strecke.
Vor rund 20 Jahren habt ihr zusammen mit einigen anderen Bands einen Klang entwickelt, der später Dream Pop genannt wurde. Versteht ihr euch als Pioniere dieses Genres? Mögt ihr überhaupt diese Bezeichnung?
Wir verpassen unserer Musik nie ein spezielles Etikett und versuchen solche Beschränkungen von uns fernzuhalten, die Menschen einen falschen Eindruck von unserer Band vermitteln können. Dream Pop ist aber schon ok, da fielen mir durchaus schlimmere Bezeichnungen ein.

Erkennt ihr Einflüsse und Aspekte eures Klangs in der Musik von jüngeren Bands wie The xx?
Das tue ich, aber es fällt mir sehr schwer, mir selbst einzugestehen, dass wir vielleicht wirklich andere Bands beeinflusst haben.

Seit über zwei Jahrzehnten spielst du in einer Band mit deinem Zwillingsbruder Amedeo. Diese familiäre Nähe ist vermutlich nicht immer einfach. Was ist euer Erfolgsgeheimnis?
Ich habe noch nie in einer Band ohne ihn gespielt, daher ist es schwer vorstellbar, wie das wohl wäre. Es gab noch nie einen Grund, der schwerwiegend genug war, um sich zu trennen. Das Verlangen, zusammen Musik zu machen, ist immer da. Das kann man verrückt nennen!

Blonde Redhead

Blonde Redhead

3 O'Clock - EP

Release: 03.03.2017

℗ 2017 Asa Wa Kuru

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