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Was erlauben sich die Kritiker?

25 Jahre Rezensionen

25 Jahre Intro bedeutet natürlich auch 25 Jahre Plattenkritiken. Und auch darin haben die Intro-Redaktionen die ganze Bandbreite ihrer Kühnheit offenbart. Wer ins Archiv schaut, findet visionäre Deutungen und unverzeihliche Patzer, formvollendete genauso wie aufgegebene Versionen des Formats »Tonträgerrezension«. Armin Bauer, Kristina Engel und Christian Steinbrink haben ihre Keller durchwühlt, Erstaunliches zutage befördert und die meisten Rechtschreibfehler wie im Original belassen.
Geschrieben am
Blur »The Great Escape« Food / EMI & Oasis »(What’s the Story) Morning Glory?« Creation / Sony
Schon 1995 erörterte der perfekt deutsch schreibende Brite Harry Calvino ausufernd Hintergründe und Faszination des britischen Klassenkampfs, der die Popwelt auch noch die kommenden zehn Jahre bewegte. Dass seine Doppelkritik letztlich die Länge eines großen Artikels erreichte, wurde von der Redaktion zu dieser Zeit stilschweigend akzeptiert.

Blur

The Great Escape (Special Edition)

Release: 11.09.1995

℗ 2012 Parlophone Records Ltd, a Warner Music Group Company

Ryan Adams »Gold« (Mercury / Universal)
Nur ganz selten kapitulierte ein Autor vor seinem Rezensionsobjekt. Und noch seltener wurde das so leichtfertig erklärt wie von Fanzine-Ikone Weber (Pitti Platsch 3000) in einer E-Mail an den damaligen Redakteur Linus Volkmann. Der ließ sich den Spaß nicht nehmen und druckte die Absage als Plattenkritik ab. Sagte ja auch eigentlich alles Nötige aus.

Ryan Adams

Gold

Release: 01.01.2001

℗ 2014 UMG Recordings, Inc.

Rubberslime »Rock’n’Roll Genossen« (Weser Label / Indigo)
Als sich im Fall des kurzlebigen Slime/Rubbermaids-Zusammenschlusses wieder ein Autor weigerte, den Schmonzes zu besprechen, schritt Redakteur Volkmann kurzerhand selbst zur Tat. Und fand dabei auf faszinierende Art das Schöne im Hässlichen, den Funken Gutes in der Scheiße. Nicht ganz leicht zu verstehen, aber doch ein wenig rührend.

Rubberslime

Rock'n'Roll Genossen

Release: 18.01.2005

℗ 2007 FUEGO

Mobylettes »Catch As Catch Can« (Elbtonal / Indigo)
Nur wenige konnten in Intros Historie so wortgewandt und abgrundtief hassen wie der spätere Festivalguide-Chefredakteur Boris Fust. Und wie im vorliegenden Fall der bemitleidenswerten Mobylettes traf sein Furor – nach Ansicht der Restredaktion – nicht immer die richtigen. 

Mobylettes

Catch-As-Catch-Can!

Release: 06.06.2008

℗ 1997 elbtonal

Fehlstart »Boykott« & Warnstreik »Kleinvieh« beide (Day-Glo / SPV)
Angesichts dieses Fundes kann man auf den Gedanken kommen, dass Intro seine Punk-Wurzeln mittlerweile ganz schön verraten habe. Tja, in die 1990ern besprachen tatsächlich noch Stilikonen wie der Fanziner, Musiker und Buchautor Tom Tonk (Eisenpimmel) für Intro den deutschen Punk-Untergrund. Ob diese uns nicht bekannten Bands aber wirklich jemals von Relevanz waren, bleibt uns schleierhaft.

Day-Glo - (SPV)

Boykott

Steiner »FF«
Ehrlicherweise konnten wir nicht eruieren, um was für eine Band es sich bei Steiner und ihrem Album »FF« handelt. Uns fiel nur ein erfrischend dadaistischer Einschlag auf den Rezensionsseiten der damaligen Intro-Ausgabe auf. Ob man sowas heute auch mal wieder machen sollte?
Helge Schneider »Es rappelt im Karton« (EMI / Universal)
Diese Rezension ist auf zwei Gründen in dieser Auswahl: Zum einen wegen der Formulierung »Durchfall kann man halt nicht vortäuschen«, die in der damaligen Redaktion offenbar lange hängenblieb. Zum anderen als Dokument des Frühwerks des berühmt-berüchtigten späteren Sportkommentators Jörg Dahlmann. Ja, aus manchen Intro-Leuten ist tatsächlich etwas geworden.

Helge Schneider

Es rappelt im Karton

Release: 30.11.1995

℗ 1995 Roof Music GmbH

Turbonegro »Party Animals« (Burning Heart / SPV)
Im Fall des siebten Turbonegro-Albums wollte sich Volkmann eigentlich kurz halten, gab diesen Ansatz aber schnell auf und zitierte stattdessen einen Songtext der kurzlebigen Berliner NDW-Band UKW. Quasi die Metaebene von Popkritik.

Turbonegro

Party Animals

Release: 29.01.2008

℗ 2005 Burning Heart Records

Alec Empire »Futurist« Empire / DHR / Rough Trade
Auch eine Form der Plattenkritik: Der Herrenmagazin-Schlagzeuger Engler findet das Soloalbum Alec Empires offenbar eigentlich gut, stößt sich aber am Promo-Text. Okay: So sollte man es eigentlich nicht angehen. Als Entschädigung gibt’s vom Autor eine Liste seiner Lieblingsbands. Natürlich ungefragt.

Alec Empire

Futurist

Release: 28.03.2005

℗ 2005 Digital Hardcore Recordings

Spacemonkeyz vs. Gorillaz »Laika Come Home« (Parlophone / Warner)
Keine große Zukunft beschieden war dem bemitleidenswerten Autoren Zöllner. Denn seine Aufforderung ausgangs seiner ansonsten sehr ordentlichen Kritik sorgte für einen der größten Skandale in Intros Historie: Plattenfirma und Künstler waren in dieser Zeit des Umsatzrückgangs durch die Popularisierung der CD-Brenner gar nicht amüsiert, und es bedurfte diplomatischen Fingerspitzengefühls, um die Wogen wieder zu glätten. Ist uns letztendlich und zum Glück dann auch gelungen. Ob wir sonst vielleicht gar nicht mehr hier säßen? 

Gorillaz & Space Monkeyz

Laika Come Home

Release: 11.04.2014

℗ 2014 Parlophone Records Ltd, a Warner Music Group Company.

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