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»Der Hobbit – Eine unerwartete Reise«

20 Stichworte zu…

Gut zehn Jahre nach »Der Herr der Ringe« bringt Peter Jackson den ersten Film seiner dreiteiligen Adaption der Vorgeschichte in die Kinos. Aus »Der kleine Hobbit« wird damit großes Tolkien-Blockbuster-Entertainment. Wolfgang Frömberg und Felix Scharlau waren im Kino und liefern spoilerfrei 20 weiche Fakten über den Film (Starttermin: 13.12.)
Geschrieben am
01 Produktionsgeschichte
Peter Jackson wollte dem Vernehmen nach schon 1995 das Buch »Der kleine Hobbit« verfilmen. Rechteprobleme verhinderten es, so dass er »Der Herr der Ringe« den Vorzug gab.

02 Regisseur
Regie führen sollte bei den ursprünglich anvisierten zwei Teilen der Verfilmung eigentlich Guillermo del Toro. Der Regisseur von »Pan`s Labyrinth« und »Hellboy« wurde jedoch Opfer des schleppenden Produktionsprozesses und stieg unterwegs schweren Herzens aus. Am Drehbuch hatte er noch fleißig mitgeschrieben - und das Storytelling ist hervorragend, langweilig geht anders.

03 Buch
»Der kleine Hobbit« hat in seiner neuen Version 330 Seiten. Geht man von drei Filmen mit insgesamt 500 Minuten Länge aus, bekäme jede Seite circa eineinhalb Minuten Film gewidmet. Lesen geht also deutlich schneller.

04 Font
Sobald die Titel rollen und sich das bekannte »Herr der Ringe«-Leitmotiv aus dem virtuellen Orchestergraben schält, hat man kapiert, wie corporate Peter Jackson das Auenland mittlerweile durchdekliniert hat. Eine Schriftart, ein Sound, eine Marke.



05 3-D-HFR-Technologie
Eigentlich sollen die beim »Hobbit« erstmals im Kino zu bestaunenden 48 statt 24 Bilder pro Sekunde eine realistischere Darstellung von Landschaften ermöglichen. Der Effekt lässt einen vielleicht die Mitesser auf den dicken, naturalistischen Zwergennasen besser erkennen, die Kulissen wirken eher künstlicher. Am realistischsten bleibt der Abdruck der 3-D-Brille auf der eigenen Nase.

06 Originalschauplätze
Gedreht wurde in Peter Jacksons Studios und, laut Presse-Info, an »Originalschauplätzen in Neuseeland«. Ob Tolkien die Ork-Stadt, das Bergwerk der Zwerge und das idyllische Auenland wirklich in Neuseeland wähnte? Wenn ja, warum hat er das denn nie gesagt, sondern den Quatsch immer nur »Mittelerde« genannt?

07 Gold
Gold galt schon den Zwergen als härteste Währung, wobei der rein ästhetische Wert des von ihnen in Massen angehäuften Edelmetalls durchaus wichtig ist, Handel wird in Tolkiens Fantasy-Welt ja eher wenig getrieben, außer es geht um den Austausch von Grausamkeiten. Die Zwerge kommen ein bisschen rüber wie ein kollektiver Dagobert Duck: Baden gerne in Goldtalern und laden sich bei anderen zum Essen ein. Nur dass Bilbos Vorratskammer mehr enthält als ein paar von Donald Ducks Pfannkuchen. 

08 Neffen
Apropos Donald Duck. Ähnlich wie in Entenhausen gestalten sich auch die Verwandtschaftsverhältnisse der Beutlins: Frodo ist nicht der Sohn, sondern Neffe von Bilbo, um den es im »Hobbit« geht. Dabei hat doch »Game Of Thrones« zuletzt explizit gezeigt, dass Sex und Fortpflanzung nicht der natürliche Feind von Fantasy sein muss. Nur falls Jauch mal fragt: Frodo ist der Sohn von Drogo Beutlin und Primula Brandybock und wurde am 22. September 2968 des Dritten Zeitalters geboren.

09 Tabakkonsum
Für eine Hollywood-Produktion wird auch in »Der Hobbit« mal wieder aufreizend viel geraucht, Gandalfs ständige Abwesenheiten (»Gandalf hat etwas Wichtiges zu erledigen«) sind endlich geklärt: Er kauft Dope….

10 Hatschi
Bilbo bekam von Peter Jackson, diesem Unmenschen, eine Tierhaarallergie angedichtet. Ob er sich im zweiten »Hobbit«-Film eine Glukokortikoid-Lösung in der Apotheke ziehen wird? Und, viel wichtiger: Darf Gandalf überhaupt Rezepte ausstellen?

11 Elijah Wood
Frodo-Darsteller Elijah Wood »gilt als einer der begabtesten Schauspieler seiner Generation«, weiß das Info, das bei der Pressevorführung verteilt wird. Die meisten »Herr der Ringe«-Fans wissen hingegen: Das genaue Gegenteil ist richtig. Bei Woods hampeligen Kurzauftritt zu Beginn von »Der Hobbit« hat sich Martin Freeman als junger Bilbo längst in unsere Herzen gespielt.

12 Sherlock
Apropos Martin Freeman: Sein »Sherlock«-Kollege Benedict Cumberbatch ist im »Hobbit« das Motion Capture-Double von Smaug, dem Drachen. Muss man sich mal vorstellen, kann man sich nicht vorstellen!



13 Gollum
Da waren die Augen mal wieder größer als der Bauch! Sicher ist Sméagol/Gollum ein so hinterlistiger bösartiger verfressener kleiner Knilch geworden, weil er diesen Spruch von seinen Eltern ein paar Mal zu oft gehört hat. Aber was für schöne, große Kindchenschema-Augen er im »Hobbit« hat – da dürfte selbst Elijah Wood ganz neidisch werden. Und wir können uns besser vorstellen, wie Gollum-Darsteller Andy Serkis als kleiner Junge ausgesehen hat.

14 Verjüngungskur
Überhaupt das Alter: Man staunt nicht schlecht beim Wiedersehen in Bruchtal: So jung sind Gandalf, Saruman, Galadriel und Elrond noch nie zusammengekommen. Äh, wirklich? Christopher Lee hat schon ein paar Schwierigkeiten, die 60 Jahre jüngere Version seines Alter Egos vital rüberzubringen. Während durch die fortgeschrittene Technik die Hobbits heute viel weniger Zeit in der Maske benötigen als beim ersten Teil der »Herr der Ringe«-Trilogie (2001), und Cate Blanchett sowieso nicht altern dürfte, hatten Lee (Jahrgang 1922) und Kollege Ian McKellen (1939) in der Maske bestimmt viel Zeit zum Schnacken, so wie auch in der langweiligsten Szene des ganzen Films (ideal für Pinkelpausen).

15 Bombur
… sieht aus wie eine noch viel hässlichere Obelix-Version von Gérard Depardieu. Eine große Leistung.



16 Elrond
…erinnert dafür stark an den jungen Brian Eno:



17 Ka-wumm
Von wegen Iran, Pakistan, Nordkorea – neuerdings hat Gandalf die Bombe. Komisch nur, dass er sie erst nach zwei Stunden einsetzt.

18 Spin-Off-Möglichkeiten (Expeditionen ins Tierreich)
Erst wenn der letzte Tolkien-Film von Peter Jackson abgedreht ist, werdet ihr merken – ja, was eigentlich? Welchen Spin-off man aus Tolkiens Mythenreich noch zusammenbasteln und wieder in mehrere Teile schneiden kann… Unser Vorschlag: Expeditionen ins Mittelerde-Tierreich. Mit Schlitten ziehenden Kaninchen, sabbernden Wargen, wiederauferstehenden Igeln, Botschaften überbringenden Schmetterlingen und superhilfsbereiten Adlern…

19 Der eine Song im Abspann
… klingt zwar, als sei er vom 14. Zwerg (Chris de Burgh), stammt aber vom neuseeländischen Sänger Neil Finn. Enya wird der aber niemals toppen – nichts kann Enya toppen!

 20 Down To Middle Earth
Wer sich Peter Jacksons Corporate-Tolkien-Welt ein wenig entziehen möchte, kann sich außer Enyas Lebenswerk auch noch das Album „Down To Middle Earth“ von The Hobbits anschaffen. Laut Edition Phantasia-Verleger Joachim Körber, von dem der Tipp stammt, »…nervtötend gutgelauntes Hippie-Gedudel mit einem Falsett-Gesang, neben dem sich die Bee Gees anhören wie die drei Tenöre.« Aber wenn du ein echter Tolkien-Head bist, kann dich nichts erschrecken!



Weitere Filmstarts der Woche sind die Charles Dickens-Verfilmung »Große Erwartungen« und »Die Tochter meines besten Freundes« mit dem Hauptdarsteller aus Dr. House.

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