
Oasis
»Definitely Maybe«
21.09.2004, 15:05, Text:
Markus Meske,
Markus Meske
Es gibt Leute, für die sind Oasis nichts weiter als aufgeblasene Rock-Langweiler mit ausgewachsenen Egoproblemen. Und dann gibt es Leute, die halten das Oasis-Debütalbum ›Definitely Maybe‹ für das wahrscheinlich wichtigste Rockalbum der 90er-Jahre – neben ›Nevermind‹ von Nirvana. Für dieselben Leute ist Noel Gallagher auch einer der besten Songschreiber seiner Generation. Um es kurz zu machen: Ich gehöre zu der zweiten Kategorie, schimpfe die ersten Leute doof, ahnungslos und natürlich komplett intolerant. Die Frage, ob zum zehnjährigen Jubiläum der Veröffentlichung unbedingt eine Doppel-DVD mit einer ausgiebigen Dokumentation der Studiozeit, der Entstehung des Albums und nicht zuletzt jedes einzelnen Songs vonnöten ist, kann ich deshalb auch ganz objektiv und mit der angebrachten journalistischen Distanz beantworten: »Natürlich ist es!« Zumal mit aktuellen und ehemaligen Mitgliedern der Band, Creation-Records-Chef Alan McGee, musikalischen Weggefährten wie Gary Mounfiled (Ex-Stone-Roses, Primal Scream), den Produzenten und Tontechnikern wirklich Leute zu Wort kommen, die nah am Geschehen waren und sind.
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