Dangerboy
»Monopol«
Text:
linus volkmann
Dass ein Album klingen kann wie ein Besuch im Haus der Geschichte in Bonn, ist ja längst keine neue Erkenntnis...
Eher befremdlich scheint die Omnipräsenz der Retro-Tentakel. Und genau diese halten auch Dangerboys zweite Platte fest im Griff. Dennoch fühlt man sich nicht wie in der Hipster-Echokammer, sondern man sonnt sich in Verweisen, die sonst einfach keiner bringt. So erfrischend kann Rückwärtsgewandtheit 2012 noch sein? Irre.
Die Geisterfahrer, frühe Trio und vor allem auch Abwärts zu Zeiten von »Amok/Koma« findet man hier herausgekitzelt. Und die eigene Identität erkämpfen sich die vier Essener mit sprödem, abwechslungsreichem, immer auch hittigem Songwriting. Krawall, Sci-Fi, Ästhetik und Koma.
In drei Worten: Amok / Retro / Postpunk
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