Alex Winston
»King Con«
Text:
Manuel Czauderna
Catchy Popsongs, die einem reichen – zumindest für ein bis zwei Tage, dann braucht man was Neues. Das ist Musik wie Heroin.
Überall diese Wunderkinder: junge Musikerinnen und Musiker, die ihr musikalisches Handwerk perfekt beherrschen! Einst in der Popmusik kritisch beäugt, könnte es für die Wunderkinder längst in jedem Plattenladen ein eigenes Genre im Independent-Bereich geben: für all die James Blakes und Konstantin Groppers, die ihre Skills an Hochschulen und Akademien erworben haben oder gleich aus der klassischen Musik kommen. Auch die junge Multiinstrumentalistin Alex Winston könnte man hier einordnen.
Eigentlich als Opernsängerin ausgebildet, brachte sie mit ihrem Pop-Debüt, der EP »Sister Wife«, den NME dazu, sie als neue Pophoffnung abzufeiern. Tatsächlich kann auch ihr Debütalbum einiges: Die Melodien sind griffig und eingängig wie bei guten Kinderliedern, die Instrumentierung ist intelligent und imposant. Es braucht nicht viel Zeit, um »King Con« richtig gut zu finden. Lange hängen bleibt trotzdem nichts. Dafür fehlt irgendetwas, das schwer zu beschreiben ist. Vielleicht das eine bisschen Seele.
In drei Worten: Griffig / Handwerk / Popwunder
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