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Einar Stray

»Chiaroscuro«

[Sinnbus / Rough Trade / GoodToGo]

Text: Holger Wendt

Das Album des Norwegers Einar Stray zu hören ist wie ... »Alice im Wunderland« lesen.

Einar Stray zu hören ist wie »Alice im Wunderland« lesen: Da ist dieser besagte Kaninchenbau (»Chiaroscuro«), ein Zugang zu einer unbekannten Dimension. In dieser kann man zwar mit sprechenden Kaninchen und durchgeknallten Hutmachern um die Häuser ziehen, aber auch genauso gut verloren gehen. Wer mit Literatur nichts anfangen kann: Angekündigt wird der junge Norweger Stray als Singer/Songwriter. Doch dem Etikett ist er längst entwachsen.


»Chiaroscuro« ist eher eine Ensembleplatte unter Strays Federführung, die sich kontrastreich in hellen und dunklen Klangfarben wälzt. Irgendwie manisch-depressiv und dabei so voller Fantasie und Spielfreude. Stray besetzt mit seinem opulent instrumentierten Pop die Nische zwischen Sufjan Stevens, frühen Motorpsycho und Sigur Rós. Wer sich auch schon mit Other Lives und The Miserable Rich anfreunden konnte, wird mit »Chiaroscuro« eine weitere kunstvoll gearbeitete Parallelwelt aus Streichern, Gitarren, und Tasteninstrumenten entdecken. And now: »Off with their heads!«

In drei Worten: Einar / Im / Wunderland

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