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Lindstrøm

»Six Cups Of Rebel«

[Smalltown Supersound / Soulfood]

Text: Sebastian Ingenhoff

Alles der gewohnt hübsche Albtraum für den Four-to-the-floor-Puristen, denn ein gewisses Faible für Prog und Pomp sollte man schon mitbringen.

Nach dem Electrofunk mit Sängerin Christabelle und der Krautrock-Improvisation mit seinem Buddy Prins Thomas ist der Maestro der Spacedisco jetzt wieder solo unterwegs. Mittlerweile scheint sich der Norweger als etwas eigenwilliger Produzent zwischen allen Stühlen ganz gut eingerichtet zu haben. Er weiß auf »Six Cups Of Rebel« die Kirchenorgel zu rehabilitieren, das echte Schlagzeug löst immer wieder den Drumcomputer ab, und zwischendurch kreischen auch die Gitarren.


Alles also der gewohnte Albtraum für den Four-to-the-floor-Puristen, denn ein gewisses Faible für Prog und Pomp sollte man schon mitbringen. Und doch schielt das Album etwas mehr auf den Tanzboden als der bekifftere Vorgänger »Where You Go I Go Too«. Was vor allem daran liegt, dass Lindstrøm in jüngster Zeit gerne mal die Acidkeule rausholt, das Stück »Hina« zitiert sogar den alten Ron-Hardy-Klassiker »Sensation«. Und wenn der Osloer über knarzende Discobässe »All I want is a quiet place to live« singt, beweist er auch noch eine gute Portion Humor.

In drei Worten: Knarz / Acid / Prog

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