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Noel Gallagher’s High Flying Birds

»Noel Gallagher’s High Flying Birds«

[Sour Mash / Indigo]

Text: Kai Wichelmann

Noels musikalische Offerte richtet sich an Traditionalisten. Aus den Oasis-Ultras werden auf seinem Soloalbum letztlich Konservativismus-Ultras.

Wer hätte es geahnt? Was hier geboten wird, ist allseits bekannte Kost. Schon paradox, dass gerade in der Welt der künstlerisch zaghaftesten Schritte jede neue Veröffentlichung immer noch für einen Hype taugt. Nun denn. Genau so, wie Liams Band Beady Eye nicht der komplette Reinfall gewesen ist, sondern ein zumindest solides Referenzalbum, ist »Noel Gallagher’s High Flying Birds« nicht das erwartete Meisterwerk, zu dem es mitunter an einigen Stellen schon haltlos stilisiert wurde.


Zwar blitzt in einigen Momenten – wie dem erhabenen »Everybody’s On The Run« oder auch dem federleichten »The Death Of You And Me« – die hohe Songwriterkunst des älteren Bruders durch, doch läuft auch vieles unterhalb zwingender Präzision. Es ist das Werk eines Elder Statesman, der die bekannten Kinks- und Beatles-Gefilde nicht mehr verlassen wird. Und für mehr als zwei, drei große Songs reichen Inspiration und Muse dabei nicht mehr aus. Noel Gallaghers musikalische Offerte richtet sich an Traditionalisten. Aus Oasis-Ultras werden hier Konservativismus-Ultras.

In drei Worten: SOUVERÄN / GEDIEGEN / TRENDRESISTENT

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