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Esperanza

»Esperanza«

[Gomma / Groove Attack]

Text: arno raffeiner

Guter Geschmack verpflichtet. Esperanza: drei kultivierte Edelmänner aus Italien, die wissen, was sich für ein elektronisches Schmeichelalbum geziemt.

Ein ostasiatischer Hauch Art Of Noise weht übers Glockenspiel, eine toskanische Brise bläst durchs Akkordeon. Bloß nicht zu laut! Dafür aufreizend geschmackvoll. Das italienische Trio Esperanza empfiehlt sich mit schleichenden, feinschmecklerisch instrumentierten Songs wie »Sirena« als Folktronica-Act im Gomma-Universum – nur um bei einem Stück wie »Whale« über die Ufer von Programmmusikkitsch zu schwappen, wenn mit heulender David-Gilmour-Gitarre Walgesänge evoziert werden.


Esperanza plädieren für eine neue Dezenz der Weltmusik-Electronica, eine Art Samthandschuhfolklore. Damit sorgen die drei Musiker auf ihrem Debüt für eine angenehme, lauwarme Gehörgangsdurchspülung, die man wegen ihres Schmeichelfaktors fast nicht nicht mögen kann. Das bisschen Irritation durch postpunkiges Gitarrensägen auf »Jaipur« ist da nur der pflichtschuldige Ausreißer-Sound im stimmig designten Gesamtbild. Zum Finale gibt es mit »Harp« einen Rausschmeißer mit Durchhaltebotschaft: »We can start again« – natürlich inklusive Harfen-Arpeggio. Das vergoldet den Moment.

In drei Worten: SAMT / HANDSCHUH / GESCHMÄCKLOTRONICA

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