The Devil’s Blood
»The Thousandfold Epicentre«
Text:
Carsten Schumacher
Die satanischen Holländer The Devil’s Blood füttern ihren okkulten Psychedelic-Rock mit allerhand Tand, was weniger der Sache als ihren Musiker-Egos dienen dürfte.
Es sei ja gar nicht Satan primär, wird immer wieder gesagt, worum es den Holländern The Devil’s Blood bei ihrer Musik gehe. Und wie zum Beweis haben sie sich bei ihrem zweiten Album darauf konzentriert, ihren Mix aus 70er-Proto-Metal und 60er-Okkult-Rock beziehungsweise Psychedelia so hoch wie eine mehrstöckige Sahnetorte zu türmen. Mastermind Selim Lemouchi stellt dafür die Ehrfurcht gebietende Altstimme seiner älteren Schwester Farida noch stärker ins Zentrum und sorgt hie und da mit Streichern oder Piano für eine Ornamentik, die er sich vorher weitgehend verkniffen hatte.
Dazu liefert ein russischer Künstler eins der ausufernd farbenfrohesten und opulentesten Artworks, das je ein Album einer vom Teufel besessenen Band geziert hat. Und genau der bleibt, so kann man es in jeder Erklärung der Band zur Musik lesen, eben auch weiterhin wichtigste Inspiration und Triebfeder. Mag der Sound noch so auftrumpfen, was ihn im Übrigen nur ein wenig fettleibig erscheinen lässt: Wichtiger ist die Wucht, mit der The Devil’s Blood operieren, wenn sie sich auf der Bühne erst einmal mit Schweineblut übergossen haben.
In drei Worten: SATAN / SAUBLUT / SAHNETORTE
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