Niobe - The Cclose Calll Artikelbild (groß)
 
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Niobe

»The Cclose Calll«

[Tomlab / Indigo]

Text: Verena Reygers

Rock’n’Soul-Collagen, die in wirklich jedem Song zwei Räume aufmachen: den mit der Couch und den mit der gepolsterten Wandverkleidung.

Bereit für die Psycho-Couch? Denn so, wie Niobe zwischen wiederholt angekündigtem »Nervous Breakdown« und wirr ineinander laufenden musikalischen und inhaltlichen Themen pendelt, könnte man die Musikerin entweder für eine dem Wahnsinn Verfallene oder eine exzellente Multitaskerin halten. Vermutlich ist sie beides. Auf »The Cclose Calll« baut die Kölnerin Yvonne Cornelius Soundfragmente aus Nebelmaschinen-umwehtem Rock’n’Roll, Spoken Word Poetry, Grunge-Skizzen und rauen Soul-Shakes zu lässig ineinander greifenden Collagen aus.


Das funktioniert vor allem dann, wenn sie »Monsters Under My Bed« mit verhaltenen Riot-Grrrls-Schreien untermalt oder für »Does He Gallop O Walk« in die Stimme eines Mannes schlüpft. Weniger gut läuft es in der Mitte der Platte, wenn »Stuck To The Fact« oder »Exotic – The Swarm« entweder zu stark die wall of sound hochziehen oder mit dumpfen Beat-Hämmern nerven. Auf beides kann Niobe verzichten, dann ist »The Cclose Calll« ziemlich einzigartig und ziemlich sicher the record to be.

In drei Worten: NERVOUS / BREAKDOWN / COLLAGEN

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