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Veronica Falls

»Veronica Falls«

[Bella Union / Universal]

Text: Wolfgang Frömberg

Hier eine Prise Pixies, dort eine Dröhnung Wavves. Hübsch anzuhören, aber etwas mehr Mut zur Eigenheit könnte ihnen nicht schaden.

Der Name Veronica macht sich gut im Pop. Elvis Costello und Wreckless Eric haben sie schon besungen. Jetzt kommen Veronica Falls samt ihrem Debütalbum hinzu und bereichern die Ahnenreihe mit Schrammelgitarren, die ihnen bereits eine Nominierung für den David-Gedge-Gedächtnispreis verschafften. Doch noch eher als an die goldenen Zeiten von Wedding Present lassen sie an The Pastels und Josef K denken, ebenfalls Bands mit schottischen Wurzeln.


Doch bei Veronica Falls, die in London schrammeln, ist die Balance zwischen einigen düsteren Gedanken in den Texten à la Velvet Underground und vielen hellen Momenten im Wechselspiel der glasklaren Stimmen und Melodien à la Beach Boys schon so weit gediehen, dass eigentlich wenig an die aufregenden Anfänge der 80er-Bands denken lässt. So jung und schon so aufgeräumt – Retro in Vollendung. Anspielungen auf die jüngere Geschichte finden sich auch noch: hier eine Prise Pixies, dort eine Dröhnung Wavves. Hübsch anzuhören, aber etwas mehr Mut zur Eigenheit könnte ihnen nicht schaden. Nach Elvis Costello: »You can call me anything I like, but my name is Veronica.«

In drei Worten: SCHRAMMELN / BEACH / UNDERGROUND

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