New Roman Times
»On The Sleeve«
[Unter Schafen / Al!ve / VÖ: 04.11.2011 ]
Text:
Klaas Tigchelaar
Emotionaler Wave-Pop – dafür schrauben wir doch die Schwarzlicht-Birnen in den Partykeller.
Eigentlich ist alles super bei der Band mit dem verdrehten PC-Schriftnamen aus Austin: die Produktion mit großem Schlagzeug, in allen Ecken des Raumes verhallenden Gitarren und den schön arrangierten Gesängen mit passenden weiblichen Chören im Refrain; die guten Hooklines; die schönen Sounds. Eigentlich alles sogar ziemlich super.
Wenn es nicht alles irgendwie auch total bekannt klänge, nach Pretty Girls Make Graves, nach Interpol und vor allem nach The Killers. Nicht dass wir uns vollends falsch verstehen: Eine gute Kopie davon abzuliefern ist sicherlich nicht die leichteste und bequemste Anspruchshaltung, die man als Band an den Tag legen kann. Aber wer nimmt schon die Kopie, wenn er eben auch das Original haben kann? Im Partykeller oder der Wave-Disco kommt man damit aber natürlich gut durch, als vermeintlicher Oberchecker, der die unveröffentlichten Songs der großen Namen ausgegraben hat. Sind aber dann doch nur New Roman Times. Was wiederum nicht heißt, dass sich die großen Vorbilder nicht weiterhin tüchtig anstrengen müssten, denn die Nachhut ist fleißig und durchaus auf Augenhöhe.
In drei Worten: DÜSTERDISCO / COPYPOP / DELAY
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