Bonnie »Prince« Billy - Wolfroy Goes To Town Artikelbild (groß)
 
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Bonnie »Prince« Billy

»Wolfroy Goes To Town«

[Domino / Rough Trade]

Text: Christian Steinbrink

Karger arrangiert, erreicht Bonnie »Prince« Billy dieselbe brillante Sinnlichkeit wie eigentlich immer.

Will Oldham ist prominent geworden in den letzten Jahren. Kaum noch jemand, der den störrischen Kauz aus Kentucky nicht lieben würde. So eine einhellige Verehrung muss einem Typen wie ihm, der in jungen Jahren seine Verweigerungshaltung kultivierte, spanisch vorkommen. Und wenn man so konsequent ist, wie Oldham eigentlich immer war, reagiert man auch musikalisch. Entsprechend ist sein neues Album »Wolfroy ...« so fragil und reduziert wie keines seit seligen Palace-Brothers-Zeiten. Oldham hat seine unvergleichlich begeisternde Sinnlichkeit zwar nicht über Bord geworfen, er verzichtet aber auch jede Art von Ornament.


Die zehn neuen Songs, mehrere davon Duette mit der vom letztjährigen »The Wonder Show Of The World« bekannten Angel Olsen, sind nur mit dem Nötigsten arrangiert, und wenn etwas die akustische Gitarre ergänzt, dann klingt das in der Regel fast bewusstseinserweiternd. »Wolfroy ...« ist ein Ausweg ins Meditative, und das ist klug und gelingt vorzüglich. Oldham nimmt den Druck bruchloser Brillanz aus seiner Musik, um auf anderer Ebene zu brillieren. Er ist und bleibt ein wahrer Ausnahmekönner. Um über ihn etwas Schlechtes zu sagen, muss man das unbedingt wollen.

In drei Worten: MEDITATION / DUETT / BLUTTROPFEN

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