Twin Sister - In Heaven Artikelbild (groß)
 
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Twin Sister

»In Heaven«

[Domino / GoodToGo / VÖ: 23.09.2011 ]

Text: Holger Wendt

Chillwave wird zu Killwave. Ein Traum von Zuckerwatte und Kannibalismus.

So sehr die Termini »Chillwave« und »Dream Pop« auch zum Doof-Finden einladen, so passabel sind sie, um seiner Clique den Sound von Twin Sister zu erklären. Twin Sister, müsst ihr euch vorstellen, klingen ein wenig wie Cocteau Twins oder Beach House, nur noch langsamer. Mit noch freakigeren Synthies, die peu à peu die Gehörgänge mit Zuckerwatte verkleben. Getragen wird diese süßliche Gute-Nacht-Musik von wavigen Synthies und einer liebreizenden Stimme, die auf den Namen Andrea Estella (Künstlername?) hört.


Die arme Andrea hat häufig Tagträume. Vielleicht ist das der Grund, warum sie in ihren Songs so krude Fantasien austariert. In »Kimmi In A Rice Field« - hier haben Prefab Sprout Pate gestanden - wird beispielsweise die Protagonistin von ihrer eigenen Schwester gefressen. Bäh. Da entwickelt sich Chillwave zu Killwave. Extrem schlau, wie Naivität vorgetäuscht wird. Die Musik lullt richtig ein, und irgendwann verwandelt sich die Zuckerwatte in ein klebriges Spinnennetz, aus dem man gar nicht so leicht rauskommt. Bonuspunkte gibt's für das Cover. Wirklich putzig, oder?

In drei Worten: ZUCKERWATTE / VS. / KANNIBALISMUS

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