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Thrice

»Major/Minor«

[Vagrant / Al!ve / VÖ: 23.09.2011 ]

Text: David Winter

Die neuer Thrice-Platte könnte bei allem Gedudel fast schon als klassischer »Alternative Rock« durchgehen – wäre dieser Neunziger-Kadaver nicht geradezu ein Schimpfwort.

Dass man sich selbst der härteste Kritiker sein soll - das kennt sicher jeder. Auch Thrice folgen dieser lobenswerten Grundhaltung: Auf ihrem nunmehr siebten Studioalbum erfinden sie sich ein weiteres Mal neu - offenbar nur, um sich selbst zu bestätigen: Wir können auch anders. Eigentlich hätten Thrice getrost ihren 2002er-Sound aus Hardcore mit deutlichen Metalcore-Anleihen, der auf »The Illusion Of Safety«, vor allem aber auf »The Artist In The Amulance« überzeugte, beibehalten können und wären damit auch heute noch erfolgreich. Aber spätestens nach ihren Konzeptalben über die vier Elemente ist davon nicht mehr viel geblieben.


Auch der Vorgänger »Beggars« klingt anders als »Major/Minor«: Melodischere Songs, sogar mit Slide-Gitarren statt Aggression und Härte, machen das Hier und Jetzt aus. In der Ruhe liegt die Kraft - hier aber vermisst man letztlich einst gekannte Durchschlagskraft. »Major/Minor« könnte fast schon als klassischer »Alternative Rock« durchgehen - wäre dieser Neunziger-Kadaver nicht geradezu ein Schimpfwort.

In drei Worten: NEUER / SOFTER / SLIDE-GUITA

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