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Ralph Myerz

»Outrun«

[Klik / Rough Trade / VÖ: 16.09.2011 ]

Text: Sebastian Ingenhoff

Vor allem die erste Hälfte von »Outrun« schmeckt ein bisschen zu stark nach Piña Colada, und die ganzen Sommer-Sonne-Strand-Samples nerven auf Dauer arg.

Erlend Sellevold a.k.a. Ralph Myerz stammt, wie manch anderer ganz guter Künstler, aus Bergen in Norwegen und hatte vor ein paar Jahren mit der Downtempo-Meditation »Nikita« einen ziemlichen Hit. Sein neues Album »Outrun« hat der norwegische Discoproduzent nun in Kalifornien aufgenommen, wo er auch mit Snoop Dogg und anderen Vertretern aus dem big business zusammengetroffen ist. Dass man sich von Bergen aus auf in den Sonnenstaat macht, ist wenig verwunderlich, denn die Stadt gilt als eine der regenreichsten in ganz Europa, und besonders warm ist es auch nicht.


Trotzdem sind einige der besten Discoplatten der letzten Jahre ausgerechnet im kalten Norwegen entstanden. Im direkten Vergleich zu den Produktionen der Osloer Posse um Lindstrøm, Prins Thomas und Todd Terje wirken die Stücke von Myerz jedoch immer eine Spur zu glatt gebügelt. Auch auf die Gefahr hin, geschmäcklerisch daherzukommen, aber vor allem die erste Hälfte von »Outrun« schmeckt mir ein bisschen zu stark nach Piña Colada, und die ganzen Sommer-Sonne-Strand-Samples nerven auf Dauer arg. Vermutlich hat er aber erreicht, was er erreichen wollte, und landet demnächst in der Playlist von David Guetta.

In drei Worten: SOMMER / SONNE / GUETTA

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