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Joakim

»Nothing Gold«

[Tigersushi / Rough Trade / VÖ: 30.09.2011 ]

Text: Sebastian Ingenhoff

Nach zuletzt eher psychedelisch-krautrockigen Werken legt der Tigersushi-Gründer den Fokus wieder etwas mehr auf Tanzbarkeit.

Nach zuletzt eher psychedelisch-krautrockigen Werken legt der Tigersushi-Gründer auf »Nothing Gold« den Fokus wieder etwas mehr auf Tanzbarkeit. Warme, melodiöse Basslinien bringen die Beine in Bewegung, obwohl sich das Tempo meist nur um die 110 bpm bewegt. Joakim verbindet klassische Bandinstrumentierung mit Sequenzern und Synthesizern und zeigt, dass elektronische Musik trotz analogen Equipments nicht zwingend retro klingen muss. Dazu singt der Franzose in New-Wave-Manier mit verhallt klingender Stimme, weshalb es sogar Sinn macht, wenn mein iTunes »Nothing Gold« alphabetisch korrekt vor der neuen John Maus abspeichert.


Denn trotz unterschiedlicher Kontexte lassen sich die beiden Alben wunderbar nacheinander abspielen. Auch in der elektronischen Tanzmusik scheint wieder zunehmend Platz für Schwermut zu sein. Der Albumtitel ist eine Hommage an einen der traurigsten Coming-of-age-Romane aller Zeiten: »The Outsiders« von Susan E. Hinton. »Nothing gold can stay«, singt Joakim im Titelstück und betrauert den Verlust seiner Jugend und Liebe. Oh weh. Dance the pain away, Ponyboy.

In drei Worten: GOLDEN / PONYBOY / DANCE

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