Matthew Herbert - One Pig Artikelbild (groß)
 
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Matthew Herbert

»One Pig«

[Accidental / Rough Trade / VÖ: 10.10.2011 ]

Text: Sebastian Ingenhoff

Für den letzten Teil seiner »One«-Trilogie fertigt Matthew Herbert ein Schwein ab und macht unappetitliche Geräuschkunst.

Für den letzten Teil seiner »One«-Trilogie fertigt Matthew Herbert ein Schwein ab und macht daraus Geräuschkunst. Der Brite hat das Tier von der Geburt bis zum Verzehr begleitet und alles mit Feldaufnahmen aus Stall, Schlachthof und Küche dokumentiert. Man hört also teilweise sehr industrielle Musik, metallisches Scheppern, Schweinequieken, gewetzte Messer. Am Ende wird mit der Haut des toten Tiers sogar noch eine Trommel bespannt, die natürlich auch zum Einsatz kommen muss.


Das klingt alles ziemlich unappetitlich und soll es vermutlich auch sein. Denn jeder Klang ist bei Herbert auch politisch, schon 2005 hatte der Brite mit »Plat Du Jour« ein Album abgeliefert, das ausdrücklich die Praktiken der Nahrungsmittel- und Fleischindustrie kritisierte. Auf sein eigenes Steak verzichten mag er dagegen nicht, denn entgegen anders lautenden Vermutungen ist Herbert kein Vegetarier, wie er in seinem Blog angibt. Was vielleicht die erste zu ergreifende Maßnahme wäre, wenn man sich so intensiv der Tierthematik widmet. Jedenfalls erreicht dieses Album, dass man am Ende mit einem Gefühl von Ekel zurückbleibt.

In drei Worten: EKEL / FLEISCH / QUIEKEN

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