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Cave In

»White Silence«

[Hydra Head / Indigo / VÖ: 15.07.2011 ]

Text: Ulf Imwiehe

Von Cave In lässt man sich gerne anschreien, versehen sie ihren progressiven, intensiven Post-Metal bei allem Hang zur psychotischen Aggression doch mit viel Gefühl und Feinsinn.

Endlich, nach sechs Jahren Pause, kann man sich mal wieder so richtig herrlich von Cave In zusammenscheißen lassen! Experimenteller und dabei aggressiver und psychotischer denn je, trümmern sich die Post-Metal-Heroes aus Massachusetts, USA durch 35 Minuten komprimierte Finsternis, deren reinigende Wirkung ähnlich intensiven Impulsgebern wie Neurosis, Slayer oder The Dillinger Escape Plan in nichts nachsteht.


Harsche Riff-Monstrositäten und kreatürliches Gebrüll wechseln sich ab mit stochernd kaskadierenden Drums und sachte dahingetupften, Indie-Pop-kompatiblen Miniaturoasen, kulminierend in einer Art Screamo-Prog, der Maßstäbe setzt. Und dabei mit jedem Anhören mehr gefangen nimmt. Denn bei aller Vehemenz vernachlässigen Cave In nie ihr untrügliches Gespür für feinsinnig zerbrechliche Melodien und ausgeklügelte, packende Arrangements. Wenn man sich schon anschreien lassen muss, dann bitte so - mit Herz, Hirn und Gefühl.

In drei Worten: KASKADEN / MONSTROSITÄTEN / PULLUNDER-METAL

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