The Vismets
»Gürü Voodoo«
[Roy Music / Rough Trade / VÖ: 16.09.2011 ]
Text:
Klaas Tigchelaar
Ja, schmeißen Sie ruhig mal mit großen Plattitüden! »The Vismets are the next dEUS«, so der Manager stolz – als ob Belgien nicht mehr zu bieten hätte.
Ja, schmeißen Sie ruhig mal mit großen Plattitüden! »The Vismets are the next dEUS«, so der Manager stolz – als ob Belgien nicht mehr zu bieten hätte. Die Band kontert ganz unbescheiden mit der ersten Single »Wasted Party« und einem dreisten Stomper-Diebstahl, ausgerechnet aus »Thunderstruck« von AC/DC. Und aus dem Link zu dEUS wird auch nur dann ein Schuh, wenn man den selbstbewussten Einsatz von kratzigen Synthesizerbässen und eingebauten Geigenflächen außer Acht lässt. Dann, ja, dann kommt der Wahnsinn der belgischen Vorzeigeband ein wenig durch.
Aber auf sich allein gestellt, bieten Vismets doch eher eine aktualisierte Variante des geschniegelten Monofon-Rocks der 80er-Jahre, Robert Palmer und Freunde sagen Hallo. Der Schlagzeuger in konstanter Ekstase, die Tastenfraktion drückt noch ein paar Presets rein, und Sänger Dan Klein (Sidekick-Info: der Cousin von John Israel von Ghinzu) versucht mit seinem warmen Timbre alles zusammenzuhalten. Irgendwie wirkt das zwischen Großmäuligkeit, Synthie-Liebe und ein wenig softer EBM dann aber doch hilflos in der Umsetzung.
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