Clap Your Hands Say Yeah
»Hysterical«
Text:
Manuel Czauderna
Leicht professionalisiertes Update der beiden Vorgänger, wenig überraschend, aber immer noch kauzig geil – wenn man das mag.
Der überdreht krächzende Gesang von Alec Ounsworth war schon immer ein kleines Markenzeichen der Band: für die einen ein geiler Fetisch, für die anderen ein Grund zur Verdammnis. Egal, zu wem man sich zählt – das hier vorab: Auf »Hysterical« ist die Stimme des Sängers etwas weniger nervtötend als noch bei den Vorgängern. Zumindest etwas. Generell klingt das Album professioneller.
Und, ja, auch etwas glatter. Während das Debüt noch aus der Hüfte geschossen daherkam und die Band ihr zweites Album relativ schnell nachlegte, sind jetzt vier Jahre vergangen: Vier Jahre Zeit für eine kleine Reifung in Maßen, vielleicht auch für Gesangsunterricht. Tatsächlich stehen ihnen ein wenig mehr Tiefe und mehr Fläche im Sound gar nicht schlecht. Auch, weil sie ihrer Kauzigkeit im Grunde treu bleiben und ein paar kleine Hits dabei sind, die wie einst in der Indie-Discothek rotieren können. Trotzdem fehlt das Überraschungsmoment vergangener Tage. Aber das ist für Fans der Band sicherlich Jammern auf hohem Niveau.
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