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Cloudberry

»The Closer We Get«

[Welcome Home Music / Rough Trade]

Text: Klaas Tigchelaar

Ein Dutzend Aha-Momente macht noch keine Weihnachtsfeier. Marco Pleil und Co. geben alles zwischen Oasis, Slut und dem alten Britpop-Traum.

Namedropping bleibt ein beliebtes Werkzeug, um Bands in Szenen, Subkulturen und nicht zuletzt in Musikgenres einzuordnen. Von daher ist es natürlich dankbar, dass das Trio namens Cloudberry die letzte Platte mit Kurt Ebelhäuser (Blackmail) gestaltet hat und diesmal mit dem mehr als einmal genannten Nikolai Potthoff (Tomte-Bassist und Muff-Potter-Produzent) in See gestochen ist. Schon ist der Kurs in etwa absehbar.


Die Wellen sind diesmal sanfter und poppiger, aber immer noch stramm angelsächsisch im salzig-zuckrigen Abgang. Shoegaze, zu dem die Band selbst auch noch eine extra Kanne an Querverweisen liefert: Ash, Nada Surf, Morrissey oder Slut passen gut, vom Status der Epigonen kommen Cloudberry am Ende aber nicht so richtig los. Schön gemachter Indie, verpackt als etwas unsentimentales Nehm-ich-auch-noch-mit-Discount-Angebot.


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