Stephen Malkmus & The Jicks - Mirror Traffic Artikelbild (groß)
 
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Stephen Malkmus & The Jicks

»Mirror Traffic«

[Domino / GoodToGo]

Text: Christian Steinbrink

Die 90er sind mitunter 20 Jahre her. Stephen Malkmus zeigt, dass der Enthusiasmus für Musik dieser Jahre heute niemandem peinlich sein muss.

Fans, die die 30 überschreiten, müssen stets eine nicht ganz leichte Erfahrung machen: Die Idole ihrer Jugend, die Rocker, die damals so hot aussahen, werden alt, sind vielleicht schon alt geworden und interessieren die nachwachsende Jugend nicht mehr. Stephen Malkmus zum Beispiel, das Role-Model aller Slacker der 90er, wird von heute 20-Jährigen abgebucht wie von vorangegangenen Generationen Thin Lizzy oder Soft Cell. Ist das gerechtfertigt? Als alter Fan fällt die Antwort schwer.


Wahr ist, dass sich »Mirror Traffic«, Malkmus' fünftes Album nach dem Ende Pavements, nicht wesentlich von vorangegangenen Werken unterscheidet. Man braucht es nicht zwingend. Nichtsdestotrotz ist es gut, es vereint die Lakonie Malkmus', seinen Sinn für schmuddelige Nerd- und Vintage-Sounds, ein wenig Noise und nicht zuletzt sein Songwriter-Talent. Auch die Produktion von Beck hat dem Ausdruck der Platte gutgetan, sie wirkt dadurch klassisch veredelt. Einen neuen Malkmus-Hype wird »Mirror Traffic« kaum auslösen können. Die alten Fans hingegen können dank der Platte weiter stolz zum Slackergott stehen.

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