Red Snapper
»Key«
[V2 Benelux / Soulfood]
Text:
Christoph Büscher, Foto: Intro
Noch ein 90er-Revival: Red Snapper, Meister der düsteren Jazz-Electronica, sind zurück. Rockt allerdings viel zu amtlich, um im Hier und Jetzt noch irgendwie tricky zu klingen
In der zweiten Hälfte der Neunziger waren Red Snapper Pioniere, wenn es darum ging, programmierte Beats, Jazz-Elemente und die Energie einer Live-Band unter einen Hut zu bringen. Obwohl man ihre ersten drei Alben auf Warp damals gerne im TripHop-Fach einsortierte, besaß die Band bis zu ihrer Auflösung im Jahre 2001 einen ganz eigenen Sound. Das Comeback »Key«, entstanden in den letzten zwei Jahren, soll nun dort anschließen. Leider treten dabei jedoch die Dinge, die Red Snapper früher einzigartig machten – nämlich gut abgehangene Grooves, eine gewisse Spröde und beunruhigende Düsternis –, hinter eher theatralisch wirkenden Rockismen zurück, die einem wohl am deutlichsten bei Songs wie »Loveboat« oder »Biffa Bacon« entgegenschlagen.
In drei Worten: GEISTERBAHN / KLEBRIG / JAZZ-ROCK
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