DJ Phono - Welcome To Wherever You're Not Artikelbild (groß)
 
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DJ Phono

»Welcome To Wherever You're Not«

[Diynamic / Al!ve]

Text: Christoph Büscher

Mit Deichkind geht DJ Phono sonst bolzen. Als Solokünstler zeigt er sich jedoch als raffinierter Meister der vornehmen Zurückhaltung. Noble Abfahrt!


Wenn DJ Phono nicht gerade mit Deichkind rumprollt, ist er ein ausgeglichener, ja, vornehmer Zeitgenosse. Diesen Eindruck macht auch das Soloalbum, an dem er zusammen mit Produzent Jimi Siebels (Egoexpress) die letzten zwei Jahre gebastelt hat. Herausgekommen sind zwölf leichtfüßig federnde Tracks. Mal eher schicker, reduzierter House, mal zurückhaltender Techno-Pop.


DJ Phono geht dabei mit viel Raffinesse vor, fängt subtile Stimmungen ein und baut dazu behutsam Spannungsbögen aus gedankenverlorenen Miniatur-Melodien auf dem E-Piano.Wenn dann der Beat einsetzt, drängelt dieser nicht, sondern pocht sanft und samten, nimmt einen erst in den Arm und dann mit auf die Tanzfläche. Selbst bei forscheren Techno-Nummern, etwa dem Synthie-getriebenen »Soll ich ein Loch graben?«, merkt man das Fingerspitzengefühl, mit dem DJ Phono die Manege auch in seinen Live-Sets nicht einfach zuballert, sondern langsam, aber beharrlich in Verzückung versetzt. Das ist die hohe Kunst der noblen Abfahrt.

In drei Worten:  ELEGANZ / GlANZ / MINIMAL

 

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