Black Lips
»Arabia Mountain«
Text:
Martin Riemann, Foto: Intro
Mit »Raw Meat« liefert dieses Album sogar einen eins a gefälschten Ramones-Song zum Mitpfeifen. Eine Nacht mit den Black Lips bleibt eine gute Nacht.
Sie knutschen und sie kotzen gerne, und sie machen das so dreist, dass sie bereits Hausverbot in Indien haben. Also dem kompletten Subkontinent.
Dass die Garage-Hallodris aus Atlanta zu jeder Sauerei bereit sind, sobald genug Bier, Schnaps und ein Publikum da ist, wäre aber nur die halbe Miete, wenn die Band es nicht gleichzeitig schaffen würde, Songs zu schreiben, die wie Hubba Bubba im Ohr kleben bleiben. »Arabia Mountain« ist in dieser Hinsicht ihre größte Errungenschaft.
Auch hier bleibt die Konstante zwar leicht hämischer 60s-Punk (die Band selbst nennt es »Flower-Punk«), allerdings bricht das Quartett immer wieder kontrolliert aus dem Genre aus, bleibt dabei komplett auf den Punkt, arrangiert clever und sorgt für dreisteste Catchiness. Mit »Raw Meat« wird sogar ein gefälschter Ramones-Song zum Mitpfeifen geliefert. Eine Nacht mit den Black Lips bleibt eine gute Nacht.
In drei Worten: HUBBA / BUBBA / FlOWER-PUNK
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