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The Antlers

»Burst Apart«

[Coop / Universal]

Text: Michael Weiland

Zur Rock-Dreifaltigkeit von Gitarre, Bass und Schlagzeug treten Synthesizer, Samples und Maschinenrhythmen: Indierock, der ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis zum Electropop pflegt.


Melancholie und Todessehnsucht in Popmusik sind eine Sache – handfeste, magenumklammernde Trauer eine andere, und weitaus anfälliger für spektakuläres Scheitern.


Sie braucht eine Geschichte, um nicht deppert zu wirken: wie Arcade Fire auf »Funeral«, Bon Iver auf »For Emma, Forever Ago« oder eben The Antlers auf dem Durchbruchsalbum »Hospice«. Darauf lässt sich allerdings keine Karriere aufbauen – Arcade Fire kehrten als wutredende Pamphletisten zurück, und selbst Justin Vernon scheint sich ein bisschen frisch gemacht zu haben: »Burst Apart« ist klugerweise keine Fortsetzung von »Hospice«. Zur Rock-Dreifaltigkeit von Gitarre, Bass und Schlagzeug treten Synthesizer, Geräusch-Samples und stoische Maschinenrhythmen: schwebender, bedächtiger Indierock mit Beats, der ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis zu Electropop pflegt. Eher den Weg jener vermaledeiten Melancholie gehend, ist die Musik differenzierter, die emotionale Wucht gedrosselt. Vermutlich nicht der einzig gangbare Weg für die Band, aber auch nicht der schlechteste.



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