We are enfant terrible
»Explicit Pictures«
Text:
linus volkmann
We Are Enfant Terrible sind mit ihrer Party-Melancholie eine Art Indie-Atzen in Moll.
Der Oktavbass lässt sich vergleichen mit der Afterhour. Jeder, der was auf sich hält, muss hin. Und es schadet ganz sicher nicht, wenn man schon einiges an Derangiertheit mitbringt. Doch wurden in den letzten Jahren schon einige Afterhours sowie unzählige Stunden Oktavbass zurückgelegt. Das heißt, man muss sich irgendwie auch mal was Neues einfallen lassen, während man mal wieder das Alte macht. We Are Enfant Terrible haben sich dafür entschieden, der Abfahrt eine gewisse Melancholie zu verabreichen. Das macht sie teilweise zu einer Art Indie-Atzen in Moll. Mit, klar, mehr Schulbildung, aber trotzdem noch irgendwie asozial.
Vielleicht ziehen sie aber auch Party-Bekenner wie Plemo oder Egotronic mit dem unkaputtbaren Trend zur Joy-Division-Aufarbeitung zusammen. Oder Deichkind mit Depressionen? Oder mal besser Schluss mit dieser Verweis-Borderline hier?
In drei Worten: PARTY / DEPRESSION / INDIE-ATZEN
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