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Thursday

»No Devolución«

[Epitah / Indigo]

Text: Raphael Schmidt

Thursday sprechen endlich wieder Klartext und veröffentlichen das beste Album seit »A City By The Light Divided«.

Thursday, der berüchtigte Fels in der Post-Hardcore-Brandung. Die Veteranen aus der US-Metropole New Brunswick versuchen einmal mehr, den einst so revolutionär mitgeprägten Genre-Sound der 00er in einen zeitgemäßen Umschlag zu packen.{ Gelingt dieses Mal zwar besser als beim halbgaren »Common Existence«, trotzdem fehlt »No Devolución« vor allem die Glaubwürdigkeit, die sie noch mit »War All The Time« oder der Überplatte »Full Collapse« für sich zu verbuchen in der Lage waren.

Songs wie »Past And Future Ruins« sind zwar respektable Beiträge zur Screamo-Abfahrt, allerdings wirkt das Geschrei inzwischen so festgefahren und gleichermaßen konstruiert, dass einem oft die Lust vergeht.[ Der Ausschlag nach oben hingegen gelingt, wenn die Band in sich geht und dem Gebell den Rücken kehrt. »Empty Glass« zum Beispiel, ein intimes Stück, das so hochherrschaftlich resignierend wirkt. Ähnlich ergeht es einem mit »Stay True«. Hinter jenem Song steckt trotz des Klischeetitels der stärkste Song dieser Band seit Langem. Liegt sicher auch einfach daran, dass man hier textlich noch mal die volle Faust Klartext auffährt. Denn damit punkteten Thursday schon immer.



In drei Worten:   KLARTEXT/ POST-HC/ STIMMUNGSKILLER

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