O’Death
»Outside«
[City Slang / Universal]
Text:
Roman Sobota
O’Death norden mit ihrem Album noch einmal auf Herbst, Tod und Kälte ein, Kirmes-Polka aus der Hölle.
Seit gefühlten Monaten keine Fukushima-Sondersendungen mehr – dafür oben Sonne und unten Aufmarsch schöner Füße in Riemchen-Sandaletten. Kein Zweifel: Die Welt ist grün, gut und friedlich, das Hirn hormongeflutet und der Arsch schon halb im Pool. Und dann kommen O’Death aus Brooklyn und norden uns mit ihrem Album noch einmal auf Herbst, Tod und Kälte ein.
Das Pferde-im-Nebel-Cover schnell umgedreht und durchgeatmet ... Aber auch beim besten Willen zu ungebremster Affirmation werden die folgenden 37 Minuten zur Ewigkeit, wenn das Tremolo in der Stimme derart unbarmherzig wimmert und die Arrangements der 3-Minuten-Tracks derart spröde zusammengetackert sind. Der Rest ist Indie-erdige Kirmes-Polka mit Banjo, Fiedel und einer Handvoll netter Gesangsmomente. Am Ende aber herrscht der dringende Wunsch nach dunklen, langsamen und vor allem längeren Liedern, die wirklich in der Lage sind, einem auch im Schein der Sonne das Dunkle zu zeigen.
In drei Worten: SPRÖDE / VERKNAPPTE / KIRMES-POLKA
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