Low
»C'Mon«
Text:
Klaas Tigehelaar
Die Rückkehr von Slowcore – Sparhawk und Parker holen alte Tugenden hervor.
Wenn eine derart beschenkte Band wie das amerikanische Trio Low nacheinander verstörende Platten wie »The Great Destroyer« und »Drums And Guns« abliefert, sind beim neuen Album alle Ohren gespitzt. Wollen sie etwa weiterhin die apathischen Fans der Langsamkeit verstören? Statt vorsichtig anpirschende Akkorde zu spielen, lieber karge Noisewände einreißen? Nein, Bandkopf Alan Sparhawk, Ko-Sängerin/Schlagzeugerin Mimi Parker und Bass-Neuzugang Steve Garrington geben nun tatsächlich wieder Ruhe. Aufgenommen wurde Album Nummer sieben in einer Kirche, zwischen hallenden Wänden und geistiger Erbauung entstanden zehn neue Songs. Gesänge schmeicheln sich nun wieder an, Akkorde werden in einem fort gewendet, Hawaii-Gitarren und Violinen stimmen versöhnlich. So will es die Meute, und so kriegt es die Meute. Das alte träge Monster aus Folk, Rock und Brutalität ist gezähmt, aber keineswegs altersschwach.
In drei Worten: PATHOS / MELANCHOLIE/ NOISEFOLK
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