Beardyman
»I Done A Album«
[Sunday Best / XX]
Text:
Martin Riemann
Meine Güte, der Mann kann sogar Tablas täuschend echt imitieren! Unter den 20 Stücken sind ein paar richtig hittige, sehr viele erstaunliche und einige ziemlich komische Sachen drauf.
Kann man singen und gleichzeitig die Beats dazu mit dem Mund abliefern? Nein? Doch! Wer Beardyman schon live gesehen hat weiß, dass das geht. Und es hört sich sogar gut an. In England bringt der – mittlerweile glatt rasierte – Beatboxer mit dieser Nummer ganze Zelte zum Bersten. Alles, was Beardyman braucht: Stimme, Mikro, Sampler, Mixer und Lautsprecher. Damit liefert er von HipHop über Dubstep bis zum kürzlich wieder zum Leben erweckten Drum’n’Bass alles ab, um die Tanzfläche Kopf stehen zu lassen. Die BBC hat ihn deswegen schon zum „king of sound and ruler of beats“ gekrönt. Auf seinem Debüt ist es echt schwierig, festzustellen, was wirklich alles mundgeblasen ist – angeblich aber sehr vieles. Meine Güte, der Mann kann sogar Tablas täuschend echt imitieren!
Unter den nicht weniger als 20 Stücken sind ein paar richtig hittige (»Vampire Skank« oder auch »Oh!«), sehr viele erstaunliche und einige ziemlich komische Sachen drauf. Alles in einer hyperaktiven Stilvielfalt, die vom Hörer einiges an Aufmerksamkeit abverlangt. Aber gerade deswegen gibt es hier über den Novelty-Aspekt und medienkritische Gags hinaus einiges zu entdecken. Und wer den Mann auf der Bühne erlebt hat, braucht dieses Album sowieso als Beweismaterial.
In drei Worten: BEATBOXING / DRUM’N’ALLES / ENTERTAINER
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